DAX -0,24 % 26.140,13 Pkt 18:00:00 MDAX -0,40 % 32.431,12 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,39 % 6.502,56 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,37 % 53.885,10 Pkt 23:23:20 S&P 500 -0,34 % 7.709,96 Pkt 00:32:46 Nasdaq -0,89 % 26.348,35 Pkt 23:15:59 Nikkei -1,18 % 64.907,51 Pkt 03:55:35 Gold +1,62 % 4.314,40 USD 04:00:29 Silber +0,41 % 62,36 USD 04:00:29 Brent +0,87 % 83,21 USD 03:58:15 WTI +3,76 % 78,05 USD 04:00:39 Bitcoin +0,01 % 64.264,09 USD 04:10:29 EUR/USD -0,28 % 1,15250 USD 04:09:54 EUR/GBP -0,17 % 0,85650 GBP 04:10:39 EUR/CHF +0,42 % 0,93620 CHF 04:10:39 EUR/JPY +0,19 % 182,478 JPY 04:10:39

Wallbox statt Steckdose: ADAC belegt deutliche Effizienzunterschiede beim Laden

Wirtschaft

Inhaltsverzeichnis An der heimischen Haushaltssteckdose muss man beim Laden eines E-Autos mit erheblichen Energieverlusten rechnen. Das bestätigt erneut eine aktuelle Untersuchung des ADAC, in der fünf Elektroautos verschiedener Marken an unterschiedlichen Ladequellen untersucht wurden. Je nach Modell werden bei einer Ladung an der Steckdose zwischen 10 und 30 Prozent der aus dem Netz bezogenen Energie in Wärme umgewandelt. Der Strom erscheint zwar auf der Rechnung, kommt aber nie in der Batterie an. Weiterlesen nach der Anzeige Wie der ADAC in seiner Untersuchung darlegt, ist die Wallbox deutlich effizienter: An einer 11-kW-Wallbox lagen die Verluste bei den getesteten Fahrzeugen zwischen 5,1 und 10,6 Prozent, an einer 22-kW-Wallbox bei 5,1 bis 7,0 Prozent. Beim DC-Schnellladen waren es je nach Batterietemperatur 5 bis 15 Prozent. Die Messungen erfolgten jeweils im SoC-Fenster von 10 bis 90 Prozent bei einer Starttemperatur der Batterie zwischen 20 und 30 Grad Celsius. Warum die Steckdose so schlecht abschneidet Als Hauptursachen für die Ladeverluste nennt der ADAC den On-Board-Charger, Nebenverbraucher im Fahrzeug, das Ladekabel und die Batterie selbst. An der Haushaltssteckdose mit 2,3 Kilowatt Ladeleistung dauert ein kompletter Ladevorgang besonders lange. In dieser Zeit bleiben Bordelektronik und Steuergeräte aktiv und verbrauchen Energie, die nicht in der Batterie landet. Hinzu kommen typische Leitungsverluste in der Hausinstallation in einer Größenordnung von bis zu vier Prozent. Der Mercedes CLA 350 EQ schnitt an der Steckdose mit 24,2 Prozent Verlust am schlechtesten ab. Der Tesla Model Y kam auf 12,7 Prozent, der Renault R5 E-Tech auf 13,7 Prozent, der Volvo EX30 auf 14,2 Prozent und der VW ID.7 auf 15,3 Prozent. An der 22-kW-Wallbox erreichten dieselben Modelle deutlich bessere Werte. Sie lagen zwischen 5,1 Prozent beim Renault und 6,7 Prozent beim Volvo EX30 (Mercedes CLA 350 EQ und VW ID.7 unterstützen kein 22-kW-Laden). DC-Schnellladen: effizient und temperaturabhängig Beim Gleichstromladen an der Schnellladesäule entfallen die Haushaltselektrik und der On-Board-Charger als Haupt-Verlustquellen. Der ADAC gibt die Umwandlungsverluste dort mit durchschnittlich 3 Prozent an. Bei warmer Batterie bleiben die Gesamtverluste mit 1 bis 4 Prozent gering. Muss die Batterie jedoch geheizt oder gekühlt werden, steigen sie auf 6 bis 10 Prozent. Für die DC-Messungen nutzte der ADAC unter anderem Hyundai Ioniq 6 (Test), Renault Megane E-Tech Electric (Test), Tesla Model Y und VW ID.3 (Test). Weiterlesen nach der Anzeige Die Faustregel des ADAC lautet: Je höher die Ladeleistung, desto kürzer der Vorgang und desto geringer die prozentualen Verluste. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass auch das zunehmend beliebte PV-Überschussladen mit reduzierter Leistung die Effizienz verschlechtert. Für alle, die möglichst viel eigenen Solarstrom nutzen wollen, ist das ein gewisser Zielkonflikt. Eine Wallbox kann sich rechnen Der ADAC weist darauf hin, dass regelmäßiges Laden an der Haushaltssteckdose aus Sicherheitsgründen nicht zu empfehlen ist. Zudem rechnet der Automobilclub vor, dass sich eine Wallbox über die Zeit amortisieren kann. Bei der Renault Zoe etwa ergebe sich eine jährliche Ersparnis von rund 120 Euro bei 10.000 Kilometern Fahrleistung, wenn statt an der Steckdose konsequent an der Wallbox geladen werde. Da die Ladeverluste nicht im Bordcomputer erscheinen, unterschätzen Fahrer häufig den tatsächlichen Strombedarf. Der ADAC fordert von den Herstellern, Ladeverluste in den technischen Daten transparent auszuweisen. Wer sich ausführlicher mit den technischen Hintergründen des AC-Ladens beschäftigen möchte, findet weiterführende Informationen in unserem Ratgeber das unterschätzte AC-Laden.

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