Wallenhorst: Angeklagter gesteht Tötung seiner Ehefrau vor Gericht
Frau in Wallenhorst getötet: Ehemann gesteht Tat vor Gericht
Stand: 21.08.2026 16:39 Uhr
Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer dreifachen Mutter in Wallenhorst im Landkreis Osnabrück hat der Angeklagte vor Gericht ein Geständnis abgelegt. Der 46-Jährige ist wegen Mordes angeklagt.
Der Angeklagte ist der Ehemann der Getöteten. Er räumte am Freitag vor dem Landgericht Osnabrück ein, seine Frau im Affekt erstochen zu haben. Hintergrund war ihm zufolge, dass die Beziehung zu seiner Frau zerrüttet gewesen sei und sie ihm häufig Vorwürfe gemacht habe. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, seine Ehefrau am 12. Februar 2026 heimtückisch ermordet zu haben. Der Prozess hat Anfang August begonnen, am ersten Prozesstag wollte sich der Angeklagte nicht äußern. Am Freitag verlas seine Anwältin nun ein Statement des 46-Jährigen.
Angeklagter: "Familiäre Situation war große Belastung"
In dem Statement beschrieb er, dass die Familie Schulden in sechsstelliger Höhe hatte und die Beziehung zu seiner Frau seit längerer Zeit zerrüttet gewesen sei. Seine Ehefrau war laut dem Angeklagten schwer depressiv und in Therapie. Er selbst habe sich zeitweise mit Sportwetten abgelenkt. Seine Ehefrau habe ihm häufig Vorwürfe gemacht, er sei als Vater unfähig. So sei es auch am Morgen der Tat passiert. Er habe daraufhin nach dem Messer auf dem Tisch neben sich gegriffen und mehrfach auf seine Frau eingestochen, so der Angeklagte. In seinem Statement hieß es wortwörtlich: "Ich wollte einfach nur, dass sie aufhört und endlich Ruhe gibt."
Mord oder Totschlag? Anklage plädiert auf Mord