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Wallenhorst: Prozess um getötete Mutter vor möglichem Urteil

Allgemein

Mutter von Drillingen getötet: Urteil in Osnabrück möglich

Stand: 02.10.2026 06:22 Uhr

Im Prozess um die Tötung einer Mutter von Drillingen aus Wallenhorst könnte heute das Urteil fallen. Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft, die Verteidigung höchstens acht Jahre.

Der Staatsanwalt wertet die Tat als Mord. In seinem Plädoyer forderte er für den Angeklagten eine lebenslange Freiheitsstrafe. Der 46-Jährige hatte Ende August vor Gericht die Tötung eingeräumt. Er sagte, er habe seine Ehefrau im Affekt erstochen. Die Beziehung sei zerrüttet gewesen und sie habe ihm Vorwürfe gemacht. Er beschrieb den Angriff als eine spontane Reaktion. Der Staatsanwalt sah das anders und sprach von Vorsatz und Heimtücke.

Opfer hat laut Staatsanwalt nicht mit Attacke gerechnet

Wie der Staatsanwalt in seinem Plädoyer ausführte, trug die 39-jährige Frau am Morgen der Tat noch ihren Schlafanzug, habe Butterbrote geschmiert und Kaffee gekocht. Ihr Ehemann habe sie dann bewusst in einen anderen Raum gelockt. Zu keinem Zeitpunkt habe seine Partnerin mit der Attacke gerechnet, so der Staatsanwalt. Ihre Wehrlosigkeit habe der Angeklagte bewusst ausgenutzt und dann gezielt von hinten auf sie eingestochen, schlussfolgerte der Ankläger nach der Beweisaufnahme.

Verteidigerin plädiert auf Totschlag

Die Verteidigerin hingegen plädierte auf Totschlag und forderte eine Haftstrafe von nicht mehr als acht Jahren. Sie widersprach insbesondere dem Vorwurf der Heimtücke. Unter anderem versuchte sie vor Gericht mithilfe eines selbstgebastelten Messers zu zeigen, dass ihr Mandant seine Frau nicht von hinten, sondern von vorne angegriffen habe. Die Verteidigerin verwies auf das schwierige Verhältnis der Eheleute. Der Streit am Tatmorgen sei der Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen gebracht habe, so die Verteidigerin.

Frau mit schweren Verletzungen gefunden

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