Wandsbek plant Feierabendparken bei Supermärkten
Tagsüber für Kunden, nachts für Anwohner: Der Bezirk Wandsbek will zwölf Supermarkt-Parkplätze für Anwohner öffnen. Den Antrag dafür brachten nun drei Fraktionen in die Bezirksversammlung ein.
Wer abends in dicht bebauten Gegenden einen Parkplatz sucht, braucht Geduld. Dabei herrscht auf den Parkplätzen vor Supermärkten und Discountern stets Leere. SPD, Grüne und FDP wollen nun sogenanntes „Feierabendparken“ im Bezirk ermöglichen.
Das Prinzip ist einfach: Auf den Stellplätzen parken tagsüber Kunden und abends und nachts Anwohner. Seit diesem Januar läuft ein solches Pilotprojekt: An einem Lidl-Markt in der Carl-Petersen-Straße stehen zehn Stellplätze zwischen 18 und 8 Uhr für Parkplatzsuchende bereit. Buchung und Bezahlung erfolgen digital – egal, ob für eine Nacht, eine Woche oder einen Monat.
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Wandsbek will weitere Standorte gewinnen
Das Modell könnte in Vierteln mit hohem Parkdruck für Entlastung sorgen – ohne dass neue Parkflächen gebaut werden müssten, so die Bezirkskoalition. Die Bezirksversammlung hatte sich bereits im Februar dafür gestimmt, das Konzept auch in Wandsbek zu erproben. Nun prüft die zuständige Behörde gemeinsam mit Lidl, an welchen Standorten das „Feierabendparken“ umgesetzt werden kann.
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Zur Auswahl stehen die Lidl-Filialen Am Stadtrand, Barsbüttler Straße, Ivo-Hauptmann-Ring, Schöneberger Straße, Wandsbeker Zollstraße, Tonndorf und Sieker Landstraße – sie verfügen bereits über die technische Ausstattung. Auch die Märkte Hellmesberger Weg, Haldesdorfer Straße, Volksdorf, August-Krogmann-Straße und Brauhausstraße sollen geprüft werden. Dort fehlt bislang jedoch die notwendige Technik.
SPD, Grüne und FDP wollen auch mit Rewe, Aldi, Penny und Netto über eine Beteiligung am „Feierabendparken“ sprechen. Die Betreiber sollen gemeinsam mit der Stadt nach geeigneten Flächen suchen. Über die Ergebnisse und mögliche Standorte soll die Fachbehörde anschließend im Mobilitätsausschuss berichten. (mp)