War das eine „letzte Warnung“?
Größerer Polizeieinsatz in Schnelsen: Vor einem Wohnhaus an der Straße Burgwedel sind am Freitagabend Schüsse gefallen. Ein Mann wurde dabei schwerer verletzt. Der Schütze ist flüchtig. Um 0.44 Uhr informierte ein Zeuge die Polizei. Eine verletzte Person liege im Hauseingang, sie brauche dringend Hilfe. Die Polizei entsandte ein entsprechendes Aufgebot, auch der Rettungsdienst wurde informiert. Die Arbeit der Kripo wird erschwert „Der Mann hatte eine nicht lebensgefährliche Schussverletzung am Bein“, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Der Verletzte sei vor Ort behandelt und dann in ein Krankenhaus gebracht worden. Der Kriminaldauerdienst übernahm die ersten Ermittlungen vor Ort und sprach mit Zeugen. Die Arbeiten sollen aber durch die offenbar mangelnde Bereitschaft des Opfers, zum Vorfall konkrete Angaben zu machen, erschwert sein. War der Schuss eine „letzte Warnung“? Bisher gehen die Polizisten von einem Streit mit mindestens einem weiteren Mann aus, der im Laufe der Auseinandersetzung dann eine Waffe zog und schoss. Eine Fahndung nach einem möglichen Täter lief in der Nacht erfolglos, auch wohl daher, „weil wir zu dem Täter keine richtige Beschreibung haben“, so der Sprecher weiter. Im Rotlicht- und Drogen-Milieu gelten Schüsse ins Bein als „letzte Warnung“. Ob es hier einen Milieu-Zusammenhang gibt, ist unbekannt. Aktuell wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, da offenbar keine Tötungsabsicht bestand.