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Wärmepumpe: Mit dieser Modellrechnung können Sie bares Geld sparen

Wirtschaft

Modellrechnung Wärmepumpe auf Ratenzahlung: Das kann es kosten Von t-online, jb 09.08.2026 - 08:32 UhrLesedauer: 4 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Eine neue Wärmepumpe gilt als teuer – doch eine Modellrechnung zeigt das Gegenteil. Das elektrische Gesamtsystem soll über 25 Jahre günstiger sein als eine Gasheizung. Noch scheuen viele Eigenheimbesitzer den Heizungstausch. Ein Grund sind laut mehreren Umfragen die hohen Investitionskosten. Der Energieanbieter 1Komma5° hat in einer Modellrechnung verglichen, was ein Haushalt über 25 Jahre für eine neue Gasheizung ausgibt – und was eine ratenfinanzierte Kombination aus Solaranlage, Stromspeicher und Wärmepumpe kostet. Die Rechnung liegt t-online exklusiv vorab vor. Das Ergebnis: Trotz Zinsen und höherer Anschaffungskosten soll das elektrische Gesamtsystem rund 12.450 Euro günstiger sein. Doch es gibt auch Haken. Für die Modellrechnung ist 1Komma5° von einer Gasheizung für 10.000 Euro ausgegangen. Demgegenüber steht die Anschaffung der Solaranlage und des Speichers (insgesamt 25.000 Euro) sowie der Wärmepumpe (35.000 Euro). Sie werden über einen Ratenkredit mit 5,99 Prozent Zinsen finanziert. Die Wärmepumpe wird über 20 Jahre abbezahlt, die Solaranlage und der Speicher über 25 Jahre. Eine KfW-Förderung von 16.500 Euro wird über 20 Jahre als Ratensenkung gegengerechnet – das ergibt eine monatliche Rate von rund 343 Euro. Ab dem 21. Jahr sinkt sie auf etwa 161 Euro, da dann nur noch Solaranlage und Speicher abbezahlt werden. Wärmepumpe und Haushaltsstrom für 42 Euro im Monat Ausschlaggebend ist laut der Modellrechnung der laufende Betrieb der beiden Heizsysteme. In der Modellrechnung wird davon ausgegangen, dass die Solaranlage jährlich rund 10.925 Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugt. Davon werden 5.841 kWh direkt im Haushalt und von der Wärmepumpe verbraucht. Der Rest wird über das intelligente Steuerungssystem zu günstigen Zeiten verkauft (zu 8,99 Cent/kWh). Die Modellrechnung geht zudem davon aus, dass nur noch 3.618 kWh aus dem Netz zugekauft werden müssen – beispielsweise in sonnenarmen Zeiten. Da der Beispielhaushalt einen dynamischen Tarif nutzt, wird von einem durchschnittlichen Strompreis von 23,29 Cent/kWh ausgegangen. Durch die intelligente Steuerung, die Strom zu günstigen Zeiten einkauft und Überschüsse verkauft, sinken die monatlichen Energiekosten im Modell auf 42 Euro. Umgerechnet wären das 504 Euro im Jahr. Gaskosten steigen auf 5.000 Euro Demgegenüber stehen die Kosten für den Haushalt mit der Gasheizung mit einem Jahresverbrauch von 18.000 kWh. Somit summieren sich die Kosten für den Haushaltsstrom und das Gas in der Berechnung auf über 3.500 Euro im Jahr. Hinzu kommen die CO2-Abgaben, die für den fossilen Brennstoff anfallen. Sie betragen anfänglich 60 Euro/Tonne CO2 und steigen bis 2035 auf maximal 160 Euro/Tonnen. Bis zum 25. Jahr wachsen die jährlichen Gaskosten so auf knapp 5.000 Euro an. Zusätzlich geht das Modell von einem anfänglichen Gaspreis von 9,8 Cent/kWh aus. Dieser steigt jährlich um zwei Prozent. Gründe dafür sind laut Autoren unter anderem steigende Netzentgelte und der verpflichtende Biogasanteil. Sie vermuten, dass die Steigerung sogar noch höher ausfallen könnte. Modellrechnung: Einordnung Die Modellrechnung basiert auf mehreren Annahmen, die Verbraucher kennen sollten, bevor sie die Zahlen auf ihre eigene Situation übertragen. Der verwendete Zinssatz von 5,99 Prozent entspricht den Konditionen des eigenen Ratenkauf-Programms, das 1Komma5° seit Juni 2026 anbietet. Die Anschaffungskosten betragen für Solaranlage und Speicher 25.000 Euro, für die Wärmepumpe 35.000 Euro. Nicht erwähnt wird, wie hoch die Kapazität des Speichers und der Solaranlage ist. Für Speicher liegen die Preise bei bis zu 1.000 Euro pro kWh, für Solaranlagen je nach Leistung zwischen 13.000 und 24.000 Euro inklusive Montage. Zudem berücksichtigt die Rechnung keine Wartungskosten der Wärmepumpe und der Solaranlage (mindestens 300 Euro/Jahr). Diese Wartungen sollten Experten zufolge regelmäßig durchgeführt werden. Zudem sollte nach etwa zehn bis 17 Jahren der Wechselrichter getauscht werden, was wiederum mit 1.500 bis 2.500 Euro zu Buche schlägt. Hinzu kommt die Nutzung des dynamischen Stromtarifs. Dieser ist laut Verbraucherschützer nur für bestimmte Haushalte sinnvoll. Zudem ist nicht absehbar, wie sich der Strompreis und der Gaspreis in den kommenden Jahren tatsächlich entwickeln. Ein weiterer Punkt, den Verbraucher beachten sollten: Die Rechnung setzt voraus, dass eine intelligente Steuerung den Eigenverbrauchsanteil maximiert. Ohne eine solche Optimierung dürften die Einsparungen geringer ausfallen. Zudem hängt die tatsächliche Einsparung stark vom individuellen Verbrauchsprofil und der Jahreszeit ab. Im Winter, wenn die Wärmepumpe viel Strom zieht und die Solaranlage wenig liefert, kann der dynamische Tarif zeitweise teurer sein als ein Festpreistarif. Angebote unbedingt prüfen Auch beim Ratenkauf ist Vorsicht geboten. Zum einen, weil sich Käufer dadurch jahrelang an ein Miet- oder Finanzierungsmodell binden und die versprochene Kostenersparnis erst gegen Ende oder sogar erst nach Ende der Vertragslaufzeit eintrifft. Zum anderen, weil laut Verbraucherschützern einige Anbieter durch Beispielrechnungen eine hohe Wirtschaftlichkeit suggerieren, die auf optimistischen Annahmen beruht. Durch Sonderrabatte und den Einbezug zusätzlicher Kostenvorteile – etwa durch den Umstieg auf ein E-Auto – wirkten viele Angebote auf den ersten Blick attraktiver, als sie es in vielen Fällen seien. Verbraucherschützer empfehlen daher, insbesondere die angenommene Eigenverbrauchsquote und die unterstellte Strompreissteigerung kritisch zu hinterfragen. Förderung für den Kauf möglich Unabhängig vom Finanzierungsmodell unterstützt der Staat den Heizungstausch mit einer Wärmepumpen-Förderung von 30 bis 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Die meisten Antragsteller erhalten maximal 46 Prozent (Grundförderung 30 Prozent + Klimageschwindigkeitsbonus 16 Prozent), bezogen auf eine maximal förderfähige Summe von 28.000 Euro. Bei einer 50-prozentigen Förderung wären das 14.000 Euro Zuschuss. Das sind die Top-Fragen des Tages: Loading... Loading... Loading... Fakt ist jedoch, dass die Heizkosten mit einer Gasheizung deutlich steigen werden. Davor warnen bereits mehrere Studien. Und auch für Vermieter können fossile Brennstoffe zur Kostenfalle werden, wie eine Berechnung des Beratungsinstituts Prognos zeigt. Verwendete Quellen Berechnung von 1Komm5° liegt der Redaktoin exklusiv vorab vor verbraucherzentrale.de: "Photovoltaik: Solaranlage mieten – eine Alternative zum Kauf?" verbraucherzentrale.de: "Kosten und Förderung: Womit muss ich bei einer Wärmepumpe rechnen?" verbraucherzentrale.sh: "Contracting: Die neue Heizung als Leasingmodell" kfw.de: "Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude" bafa.de: "Förderprogramm im Überblick" test.de "Stromspeicher im Test" heizung.de: "Solarthermie-Wartung sichert hohe Erträge" energie-experten.org: "Photovoltaik-Wartung: Kosten, Intervalle & Checkliste" t-online.de: "Solarspeicher: Lohnen sich Batteriespeicher für Solaranlagen wirklich?" verbraucherzentrale.de " Lohnen sich Batteriespeicher für Photovoltaik-Anlagen?" heizungsfinder.de: "Wärmepumpe mieten: Kosten, Anbieter und Alternativen" Quellen anzeigen Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... 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