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Wärmepumpen-Boom: Verkäufe steigen um 40 Prozent

Technologie

Neues Gesetz, neue Förderung Wärmepumpen verzeichnen neuen Boom Von Jennifer Buchholz 07.08.2026 - 07:39 UhrLesedauer: 3 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Nicht nur Klimaschutz zählt, auch Kosten und Versorgungssicherheit rücken stärker in den Fokus beim Heizen. Gleichzeitig verändern neue Förderregeln die Kalkulation vieler Haushalte. In Deutschland wurden im ersten Halbjahr 2026 deutlich mehr Wärmepumpen verkauft als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus den aktuellen Zahlen Bundesverbands Wärmepumpe (BWP) e.V. und des Heizungsverbands BDH hervor. Demnach wurden bis zum 30. Juni 2026 rund 195.000 Wärmepumpen verkauft. Im ersten Halbjahr 2025 waren es 139.500. Der BWP spricht von einem Anstieg von 40 Prozent. Martin Sabel, BWP-Geschäftsführer, sieht in der Entwicklung ein steigendes Bewusstsein der Verbraucher für die Risiken der Wärmeversorgung mit fossilen Energien. Zudem führt er es auf den großen Erfolg der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) zurück. "Die BEG hilft Verbrauchern, sich aus der fossilen Kostenfalle zu befreien und stärkt gleichzeitig die geopolitische Souveränität des Landes", so Sabel. Der BWP geht davon aus, dass sich der Trend zur Wärmepumpe fortsetzen wird. BEG-Förderung seit 21. Juli gekürzt Anzumerken ist jedoch, dass die BEG-Förderungen zum 21. Juli stark gekürzt wurden. Bis zu dem Zeitpunkt galt ein einstufiger Einkommensbonus. Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen in Höhe von bis zu 40.000 Euro erhielten 30 Prozent zusätzlich. Nun erhalten Haushalte je nach Jahresbruttoeinkommen eine andere Förderhöhe: 40 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten bei einem zu versteuernden Einkommen bis 30.000 Euro. 30 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten bei einem zu versteuernden Einkommen bis 40.000 Euro. 10 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten bei einem zu versteuernden Einkommen bis 50.000 Euro. Darüber hinaus wurde der Effizienzbonus abgeschafft. Er betrug fünf Prozent und wurde gewährt, wenn die Wärmepumpe natürliche Kältemittel nutzt. Ihr Einsatz ist nun verpflichtend und nicht mehr freiwillig, der Bonus ist demnach obsolet. All diese Faktoren dürften zum einen dazu führen, dass der Absatz im ersten Halbjahr 2026 noch einmal gestiegen ist – schließlich wollten sich viele Haushalte noch die alte Förderung sichern. Das könnte aber auch bedeuten, dass der Absatz im 2. Halbjahr 2026 wieder niedriger ausfällt. Das sind die Top-Fragen des Tages: Bis zu 1.000 Euro Nachlass möglich Einen kleinen Kaufanreiz könnten jedoch die Wärmepumpenanbieter geben, die nach der Kürzung der BEG-Förderung Rabattaktionen einführten. Darunter beispielsweise IKEA (15 Prozent Nachlass auf die Installationskosten von Luft-Wasser-Wärmepumpen für Ikea-Family-Mitglieder), Viessmann (bis zu 1.000 Euro für den Kauf oder die Miete eines Wärmepumpen-Systems in Kombination mit mindestens einem weiteren Systemprodukt) oder Daikin (bis zu 650 Euro Rückvergütung auf für ausgewählte DAIKIN Altherma Modelle mit Bestell- bzw. Rechnungsdatum ab dem 17. März 2025). Interessenten sollten bei derartigen Angeboten vor dem Kauf unbedingt die Vertragsbedingungen beachten. Heizungssystem im Einkaufswagen: Experten warnen vor Schnellschuss-Wärmepumpen Doch auch ohne diese Zuschüsse ist der Umstieg auf eine Wärmepumpe sinnvoll. Zahlreiche Studien zeigen bereits, dass die Betriebskosten einer Wärmepumpe über ihre Lebensdauer deutlich unter denen einer Gas- oder Ölheizung liegen. Insbesondere durch die im Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) vorgesehene Einführung der sogenannten Biotreppe. Sie besagt, dass neu eingebaute Gas- und Ölheizungen ab 2029 schrittweise mit klimafreundlichen Brennstoffen wie Biomethan oder synthetischem Gas betrieben werden müsse. Zunächst mit einer Quote von zehn Prozent, die bis 2040 schrittweise auf 60 Prozent steigt. Da jedoch die Herstellung von grünen Gasen deutlich teurer als von konventionellem Erdgas ist, könnten sich laut Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) die Heizkosten mit Gas bis 2040 nahezu verdoppeln. Darüber hinaus unterstützt der Verband die Einigung der Regierung zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). "Nun können alle Beteiligten die Kunden zuverlässig beraten und Antworten darauf liefern, wie es weitergeht." Verwendete Quellen waermepumpe.de: "Wärmepumpen-Absatz wächst im ersten Halbjahr auf 195.000 Anlagen" waermepumpe.de: "Wärmepumpen-Absatz wächst im ersten Halbjahr auf 195.000 Anlagen" viessmann.de: "Modernisierungsprämie: Jetzt bis zu 1.000 Euro sichern" daikin.de: "DAIKIN Cashback" boschhomecomfort-cashback.at: "Bosch Wärmepumpen-Cashback" iwkoeln.de: "Kosten für Gasheizungen könnten sich bis 2040 verdoppeln" Quellen anzeigen Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... ShoppingAnzeigen Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading...

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