DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,04 % 64.336,91 USD 09:20:17 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Warner und Paramount: US-Gericht stoppt geplante Milliardenfusion vorläufig

Wirtschaft

Der milliardenschwere Zusammenschluss von Paramount und Warner Bros. Discovery gerät ins Stocken: Eine US-Bundesrichterin hat die geplante Übernahme des Konzerns Warner Bros. Discovery durch Paramount vorerst gestoppt. Nach einer Klage von zwölf Bundesstaaten darf der mehr als 100 Milliarden US-Dollar schwere Deal zunächst für zwei Wochen nicht vollzogen werden. In dieser Zeit will das Gericht über eine einstweilige Verfügung entscheiden, die den Zusammenschluss bis zu einer endgültigen Klärung verhindern könnte. Die klagenden Bundesstaaten sehen erhebliche Risiken für den Wettbewerb. Sie argumentieren, dass ein gemeinsames Unternehmen eine dominante Stellung bei erfolgreichen Kinofilmen einnehmen und damit den Wettbewerb zulasten anderer Studios und Kinos verzerren könnte. Nach Einschätzung der zuständigen Richterin haben die Kläger zumindest glaubhaft gemacht, dass Paramount und Warner zusammen über einen erheblichen Marktanteil verfügen würden. Das reiche aus, um den Vollzug der Fusion vorläufig auszusetzen. Übernahme von der US-Regierung bereits freigegeben Dabei hatte die US-Regierung die Übernahme zuvor ohne Auflagen genehmigt. Das Justizministerium kam zu dem Schluss, dass der Zusammenschluss weder den Wettbewerb noch Verbraucherinnen und Verbraucher im Streaming-, Fernseh- oder Filmgeschäft erheblich beeinträchtigen werde. Dem »Wall Street Journal« zufolge soll die politische Führung des Ministeriums die Freigabe allerdings erteilt haben, bevor die zuständigen Wettbewerbsexperten ihre Empfehlung abgegeben hatten. Sorge um Unabhängigkeit von CNN Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält der Fall wegen der Eigentümerstruktur von Paramount. Hinter dem Unternehmen steht die Familie des Softwaremilliardärs Larry Ellison, der als Unterstützer von US-Präsident Donald Trump gilt. Ursprünglich hatte sich im vergangenen Jahr Netflix mit Warner auf den Kauf des Streaming- und Studiogeschäfts verständigt. Paramount setzte sich jedoch mit einem höheren Angebot für den gesamten Konzern, Warner Bros.-Discovery, durch – einschließlich Fernsehsendern wie CNN. Das Übernahmevolumen beläuft sich inzwischen auf rund 111 Milliarden US-Dollar. Kritiker befürchten, dass insbesondere der Nachrichtensender CNN unter einem neuen Eigentümer an redaktioneller Unabhängigkeit verlieren könnte. Sie verweisen auf frühere Übernahmen von Medienunternehmen durch politisch einflussreiche Milliardäre. Trump hatte sich wiederholt kritisch über CNN geäußert und erklärt, ein Eigentümerwechsel des Senders sei aus seiner Sicht wünschenswert.

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