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Warren Buffett lag richtig? Berkshire setzt auf diesen KI-Giganten

Technologie

Berkshire Hathaway baut seine Position bei Alphabet massiv aus. CEO Greg Abel sieht den Google-Mutterkonzern als einen wichtigen Gewinner des KI-Booms. Im Gespräch mit CNBC-Moderatorin Becky Quick bezeichnete Abel Alphabet als "bedeutenden Akteur" im Bereich künstliche Intelligenz.

Der Konzern habe durch seine Beteiligungen einen guten Einblick darin, welche Auswirkungen KI bereits auf Unternehmen habe. "Innerhalb unserer Unternehmen haben wir einen guten Überblick darüber, wie wir KI einsetzen und welche Vorteile sie bringt", sagte Abel. Das habe zusätzliches Interesse geweckt. Gleichzeitig habe Berkshire Alphabet als bedeutenden KI-Akteur erkannt.

17 Milliarden US-Dollar für Alphabet

Berkshire hatte bereits rund 15 Monate zuvor eine Beteiligung von 10 Milliarden US-Dollar an Alphabet erworben. Laut Abel erfolgte der Einstieg mit einem Abschlag von 6,5 Prozent. Warren Buffett und Abel hätten dabei gemeinsam über die Höhe der Investition und des Rabatts entschieden.

Im zweiten Quartal legte Berkshire dann noch einmal massiv nach. Das Unternehmen kaufte Alphabet-Aktien im Wert von insgesamt 17 Milliarden US-Dollar. Damit stieg Alphabet laut dem im August bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission eingereichten Portfolio-Bericht zur drittgrößten Aktienposition von Berkshire auf.

Zuletzt hielt Berkshire rund 106 Millionen Aktien der Alphabet-Klassen A und C. Der Wert der Beteiligung liegt aktuell bei rund 36,6 Milliarden US-Dollar. Alphabet war damit der größte Neuzugang im Berkshire-Portfolio des Quartals. Auch bei Delta Air Lines stockte der Konzern auf und erhöhte die Position um 44 Prozent beziehungsweise rund 1,6 Milliarden US-Dollar.

KI verschlingt immer mehr Kapital

Alphabet gehört zu den sogenannten Hyperscalern, die Milliarden in zusätzliche Rechenkapazitäten für KI investieren. Neben Google zählen Microsoft, Meta, Amazon und Oracle zu dieser Gruppe.

Laut Goldman Sachs könnten die weltweiten Investitionen der Hyperscaler in Rechenzentren und KI-Infrastruktur 2026 rund 1 Billion US-Dollar erreichen. Die tatsächliche Summe ist allerdings schwer einzuschätzen. Goldman Sachs geht davon aus, dass die häufig genannte Prognose von 794 Milliarden US-Dollar die weltweiten KI-Investitionen um rund 200 Milliarden US-Dollar unterschätzt.

Für Anleger bleibt damit die entscheidende Frage, wann sich die gewaltigen Ausgaben auszahlen. Goldman-Sachs-Analysten warnen: Hält die derzeit von KI-Training dominierte Phase länger an, könnte sich der Zeitraum bis zum wirtschaftlichen Ertrag verlängern, weil Unternehmen zunächst weiter massiv in Kapital und Forschung investieren.

Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion

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