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Warum Microsoft & Meta die Nutzung von Claude Code einschränken

Technologie

Anthropics KI-Agent Claude Code ist nicht nur bei Privatanwender:innen beliebt. Auch im Unternehmens- und Arbeitsumfeld wird der Coding-Helfer rege genutzt. Zu rege sogar, wenn es nach Microsoft und Meta geht. Beide haben laut einem Bericht von The Information damit begonnen, die Nutzung von Claude Code intern herunterzufahren. Entwickler:innen werden dazu angehalten, weniger mit Anthropics KI zu arbeiten.

Warum Meta und Microsoft Claude Code einschränken

Solche Schritte hatte Microsoft schon im Mai 2026 angestoßen und damals seinen Entwickler:innen mitgeteilt, dass zahlreiche Claude-Code-Lizenzen im Laufe der kommenden Monate gekündigt werden sollen. Laut internen Berichten sollen sich auch deshalb die Prognosen für die KI-Ausgaben ebenfalls drastisch reduziert haben. Anfang des Jahres hatte Microsoft noch geplant, eine Milliarde US-Dollar für Anthropics KI auszugeben. Jetzt ist es in etwa ein Drittel weniger.

Bei Meta soll sich ein ähnliches Bild abzeichnen. Mittlerweile arbeiten deutlich weniger Entwickler:innen mit Claude Code als es noch Anfang des Jahres der Fall war. Damals waren es rund 60.000 Meta-Mitarbeiter:innen, die Anthropics KI in den Arbeitsalltag integrierten. Die Zahl soll jetzt auf etwa 30.000 gesunken sein. Ein Teil dieses Rückgangs kann mit Metas Stellenabbau erklärt werden. Aber das soll laut internen Quellen nicht der primäre Treiber sein.

Stattdessen wollen beide Unternehmen, dass ihre Entwickler:innen vermehrt die hauseigenen KI-Tools nutzen. Bei Microsoft soll Copilot den Mitarbeiter:innen weiterhelfen, während bei Meta das vergleichsweise neue KI-Modell Muse Spark zum Einsatz kommt. Bei Meta kommt zudem noch Muse Code, ein Coding-Agent, der aktuell intern getestet wird, hinzu. Er soll wohl künftig als Konkurrenz zu Claude Code erscheinen. Für den internen Gebrauch setzt Meta noch auf einen weiteren Agenten namens Meta Code.

Kund:innen von Microsoft sind im Übrigen von diesen Änderungen nicht betroffen. Sie können auch weiterhin über die Microsoft-Dienste auf Anthropic-Modelle zurückgreifen und unterliegen dabei keinen neuen Limits. Fraglich bleibt, ob sich die Änderung mittel- bis langfristig auf Anthropic selbst auswirkt. Gerade Microsoft gehört mit zu den größten Investor:innen des KI-Unternehmens.

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