DAX +1,66 % 26.014,32 Pkt 15:30:51 MDAX +0,81 % 30.743,83 Pkt 15:30:58 Euro Stoxx 50 +0,56 % 6.202,22 Pkt 15:30:45 Dow Jones -0,03 % 52.362,46 Pkt 15:45:58 S&P 500 -0,02 % 7.720,96 Pkt 15:45:56 Nasdaq -1,04 % 26.203,36 Pkt 15:45:57 Nikkei +1,10 % 64.659,47 Pkt 07:45:03 Gold -0,29 % 4.040,00 USD 15:35:54 Silber -1,58 % 52,62 USD 15:35:54 Brent -4,67 % 109,94 USD 15:35:41 WTI -2,04 % 100,68 USD 15:35:56 Bitcoin -0,08 % 81.203,99 USD 15:45:54 EUR/USD +0,24 % 1,11570 USD 15:45:43 EUR/GBP -0,10 % 0,83530 GBP 15:45:58 EUR/CHF +0,01 % 0,92240 CHF 15:45:58 EUR/JPY +0,15 % 176,057 JPY 15:45:58

Warum Tesla jetzt ermöglicht, mit eingestecktem Ladekabel wegzufahren

Wirtschaft

Eigentlich könnte man meinen, es ist ein sinnvolles Sicherheits-Feature, dass man bei Tesla-E-Autos nicht losfahren kann, solange das Ladekabel eingesteckt ist. Denn wer will unabsichtlich die Ladesäule abräumen oder sich den Port ruinieren, wenn man einmal nicht mitdenkt.

Gerade die Sicherheit ist aber der Grund, wieso Tesla jetzt genau das ermöglicht. Der Autohersteller hat für seine Elektrofahrzeuge eine neue Funktion namens „Emergency Drive Away“ eingeführt, die es Fahrerinnen und Fahrern ermöglicht, selbst bei eingestecktem Ladekabel sofort loszufahren. Das soll Menschen ermöglichen, bei lebensbedrohlichen Ausnahmesituationen an der Ladesäule schnell flüchten zu können.

Bislang blockierte eben die Software das Aktivieren einer Fahrstufe, solange das Auto mit einem Supercharger physisch verbunden war. Um den Parkmodus zu verlassen, musste der Ladeanschluss zuvor über den Touchscreen, die Smartphone-App oder den Knopf am Ladestecker entriegelt und das Lösen der mechanischen Verriegelung abgewartet werden.

Anstelle einer sauberen, automatisierten Trennung hebt Tesla nun lediglich die Anfahrsperre auf und warnt ausdrücklich davor, dass die Nutzung sowohl das Fahrzeug als auch die Supercharger-Säule beschädigt. Das ist auch der Grund, warum mutwilliger Missbrauch abseits von Extremsituationen bestraft wird, wie genau ist aber unklar.

Voraussetzung für die Funktion ist das Software-Update 2026.38.3, wobei Model-S- und Model-X-Fahrzeuge mit einem Baujahr vor 2021 nicht unterstützt werden. An den Ladesäulen selbst sind keine Hardware-Anpassungen nötig, das System funktioniert an Stationen in den USA. Ob es auch international eingeführt wird, ist unklar, wie Electrek schreibt.

➤ Mehr lesen: Aus für Tesla Model S und Model X: Das kommt stattdessen

Schusswaffenvorfall als Hintergrund

Hintergrund der Entwicklung ist ein Vorfall vor 2 Monaten, auch wenn Tesla diesen in der offiziellen Mitteilung nicht direkt beim Namen nennt. Am 1. August hatte ein Schütze bei einem In-N-Out-Restaurant in Twin Falls im US-Bundesstaat Idaho das Feuer eröffnet, 3 Menschen getötet und 7 weitere verletzt.

Dabei schoss der Täter laut Polizeiangaben auch gezielt auf 3 Personen in 2 Teslas an der benachbarten Ladestation, wodurch ein 66-jähriger Mann aus Salt Lake City starb. Es handelt sich zudem nicht um den ersten Vorfall dieser Art: Bereits im Jahr 2023 war ein Tesla-Fahrer an einer Station in Colorado erschossen worden.

Nach der Tat in Twin Falls forderten viele Eigentümer eine werkseitige Möglichkeit, Ladesäulen im Ernstfall ohne Verzögerung durch die Verriegelung fluchtartig verlassen zu können. Hunderte Besitzer wichen zwischenzeitlich auf Zubehör wie EVject aus.

Dabei handelt es sich um einen 250 Euro teuren Adapter, mit dem man ebenfalls während des Ladens einfach wegfahren kann. Tesla hat das Unternehmen dahinter allerdings 2024 verklagt, da das Gerät bei hohen Ladeströmen angeblich Temperaturen von bis zu 100 Grad Celsius erreichen könne.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren