Was aus den Tegut-Märkten in Thüringen wird
Stand: 14.10.2026 16:24 Uhr
Zum Verkauf der deutschen Tegut-Märkte gibt es eine weitere Entscheidung: Rewe darf 38 Filialen übernehmen, eine davon in Thüringen. Weitere Märkte waren zuvor Edeka und Tante Enso zugesprochen worden. Bei 15 Thüringer Märkten ist die Zukunft ungeklärt.
von MDR THÜRINGEN
Der Handelskonzern Rewe darf bundesweit 38 Märkte des Konkurrenten Tegut übernehmen. Das hat das Bundeskartellamt entschieden. Grünes Licht bekommt Rewe auch für einen Thüringer Tegut-Markt im Süden von Erfurt.
Beantragt hatte Rewe die Übernahme von 40 Tegut-Filialen. Bei zwei hessischen Standorten sagte das Kartellamt aber aus Wettbewerbsgründen nein. Rewe will aus den Tegut- entweder Rewe-Märkte oder Penny-Discounter machen und nennt noch keine Details.
24 Thüringer Tegut-Filialen gehen an Edeka
Ende September hatte das Kartellamt Edeka gestattet, bundesweit 177 Tegut-Märkte zu übernehmen. In Thüringen betrifft die Entscheidung 24 Filialen. Darunter sind fünf Märkte in Erfurt, vier in Meiningen und drei in Weimar.
24 beantragte Übernahmen hat das Kartellamt Edeka dagegen untersagt - und zwar für vier Jahre. Fünf dieser Märkte liegen in Thüringen: in Bad Langensalza, Erfurt-Marbach, Geisa, Heiligenstadt und im Zella-Mehliser Ortsteil Benshausen.
Die Wettbewerbshüter befürchteten, dass Edekas Marktanteil in einigen Regionen zu hoch sein und dadurch ein wirksamer Wettbewerb behindert werden könnte. Deshalb wurde eine Übernahme an den Standorten in der geplanten Form abgelehnt.
Marke Tegut verschwindet
Hinter dem Verkauf steht die Schweizer Migros. Der Konzern hatte im März angekündigt, sich aus dem deutschen Markt zurückzuziehen und Tegut zu verkaufen. Die Marke Tegut soll aufgegeben werden.
Edeka hat bereits angekündigt, dass ein Teil der übernommenen Filialen von der Discount-Tochter Netto betrieben werden soll.
Auch Tante Enso übernimmt Thüringer Filialen
Weitere zehn Thüringer Tegut-Märkte sollen an Tante Enso gehen. Für neun davon hatte das Kartellamt grünes Licht gegeben. Der zehnte - ein Markt in Ranis in Ostthüringen - gehört nicht Tegut, sondern einer Eigentümergenossenschaft, die einen Liefervertrag mit Tegut hatte. Die Genossenschaft hat sich nach eigenen Angaben aus finanziellen Gründen für Tante Enso entschieden.
Der Aufsichtsratschef der Genossenschaft, Andreas Gliesing, sagte, inzwischen hätten weit mehr als 600 Menschen Tante-Enso-Anteile gezeichnet. Das hatte Tante Enso zur Bedingung gemacht.
Die Zukunft zahlreicher weiterer Teguts ist damit noch offen. 15 davon liegen in Thüringen, darunter in Nordhausen, Saalfeld und Zella-Mehlis. Die Schweizer Mutter Migros verweist bislang lediglich auf ein laufendes Bieterverfahren.
Wenn Sie einen Fehler bemerken, senden Sie uns gerne Ihren Hinweis über das folgende Kontaktformular.
Ihr Name *
Ihre E-Mail Adresse
Ihre Rückmeldung *
Datenschutz
Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.
Ihre Daten dienen ausschließlich der Bearbeitung Ihrer Kontaktanfrage. Eine Weitergabe der Daten an Dritte findet nicht statt. *
* Pflichtfelder. Diese Felder müssen ausgefüllt werden.
Fehler: Leider ist das Absenden der Daten fehlgeschlagen. Bitte überprüfen Sie Ihre Internetverbindung oder versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut.
MDR (nir/seg/dvs)