was der Strand mit unserer Psyche macht
Mannheim24 Ratgeber Die Psychologie sagt, dass Menschen, die immer wieder zum Strand zurückkehren, dort etwas Tieferes suchen Von: Leoni Unfried Uns auf Google folgen Wer immer wieder ans Meer fährt, sucht oftmals mehr als Erholung. Die Psychologie zeigt, wie die Küste und die Wellen auf das Gehirn wirken. Für viele Menschen ist das Meer ein Sehnsuchtsort, den man mit Urlaub und Freizeit verbindet. Doch laut Psychologie ist das Zurückkehren zum Meer vielmehr, als der Wunsch nach einer Auszeit. Mittlerweile hat die Wirkung, die von einem Aufenthalt am Strand ausgeht, sogar einen Namen. Man bezeichnet dies als „Blue-Mind“. Dieser Zustand innerer Ruhe, soll sogar messbar auf das Gehirn und die Hormone wirken. Angeblich soll bereits der Anblick von Wasser ausreichen, damit sich der Cortisolspiegel absenken kann. Cortisol gilt als das Stresshormon, welches sich im Blut befindet. Als Begründung heißt es, dass das Gehirn beim Anblick von Weite und gleichmäßiger Bewegung in einen ruhigeren Modus schaltet. Doch auch die Farben am Meer spielen eine Rolle. Man sagt zudem, man solle eine bestimmte Farbe im Haus vermeiden, da sie laut Feng-Shui Unglück bringt und Energie raubt. Wie wirkt das Meer laut Psychologie auf die Psyche? Hält man sich am Meer auf, so die Psychologie, wird das Nervensystem auf mehreren Ebenen stimuliert. Der monotone Klang der Wellen erzeugt sogenannte Alpha-Wellen im Gehirn. Dies kann einen leicht meditativen Zustand auslösen, ähnlich wie man ihn auch bei Atemübungen erreichen kann. Diese gleichmäßige akustische Stimulation reguliert den Herzschlag und synchronisiert innere Prozesse. Mancher ist auch gerne alleine am Meer. Laut Psychologie meiden Menschen soziale Situationen, aus einem Grund. Zudem wirken die Blautöne des Meeres entspannend auf das vegetative Nervensystem. Sie sollen Muskelspannungen reduzieren und das tiefere Atmen fördern können. Daher stammt die Bezeichnung „Blue Mind“, die einen Zustand von Frieden und klarer Wahrnehmung beschreibt. Die höhere UV-Strahlung an Küsten hebt den Serotoninspiegel, was stimmungsaufhellend wirkt. Besonders Menschen mit saisonaler Depression sollen von der Kombination aus Tageslicht, Bewegung und Meeresluft profitieren. Ebenso soll der evolutionspsychologische Hintergrund eine Rolle spielen, da sich Menschen seit jeher an Küsten niederließen. Das Gehirn assoziiert heute die Weite des Meeres mit Gefahrenfreiheit und schaltet Alarmzentren ab. Es dient für viele auch als ein symbolischer Ort des Neubeginns. Die Gleichmäßigkeit der Wellen fördert das Loslassen. Ein Gedanke kommt und wird weggespült. Somit soll ein Aufenthalt am Meer auch gegen Depressionen hilfreich sein. (lu)