Was die Verantwortlichen jetzt sehen wollen
DeichStube News Werders Start in die Vorbereitung: Was die Verantwortlichen jetzt sehen wollen Von: Bjarne Voigt, Daniel Cottäus Werder Bremen ist offiziell in die Sommer-Vorbereitung gestartet - Daniel Thioune und Clemens Fritz verraten, was sie jetzt sehen wollen! Bremen – Quietschgrüne Trainingsshirts, Stollengeklacker, dazu strahlender Sonnenschein und aufbrandender Applaus – das war die Kulisse, vor der sich die Profis des SV Werder Bremen am Sonntagnachmittag auf den Weg zur ersten Trainingseinheit der Saison 2026/27 gemacht haben. Auf den runderneuerten Plätzen am Osterdeich bat Chefcoach Daniel Thioune sein Team erstmals zur Arbeit. Knapp 300 Fans wollten sich das nicht entgehen lassen und nutzten die Chance, um sich die vielen neuen Gesichter einzuprägen. Die Neuzugänge Chuki, Kenny Quetant, Dariusz Stalmach und Oskar Wojcik mischten bereits fleißig mit, während sich Bremer WM-Fahrer (Alexander Schlager, Cedric Itten, Romano Schmid und Marco Friedl) noch im Sommerurlaub befinden. Werder Bremens Sportchef Clemens Fritz erwartet eine Mannschaft, „die komplett im Fußballmodus ist“ Werders Sportchef Clemens Fritz verfolgte die erste Einheit der neu zusammengestellten Mannschaft aufmerksam. Kurz bevor es auf den Platz ging, hatte er dem Team in der Kabine eingeschärft, was er ab sofort sehen möchte: Fokussierung und Einsatz. „Wir hatten eine lange Sommerpause. Ich gehe davon aus, dass die Jungs gut erholt sind und den Reset-Button drücken konnten“, sagte der 45-Jährige in einer Medienrunde, ehe er berichtete: „Ich habe der Mannschaft eben gesagt, dass wir die Erwartungshaltung haben, dass ab sofort keiner mehr im Urlaubs-, sondern komplett im Fußballmodus ist.“ Während der Vorbereitung will Werder Bremen schließlich die Grundlagen dafür legen, dass die Saison 2026/27 nicht erneut zum Seuchen-Spieljahr wird. Werder Bremens Clemens Fritz: Zwei bis drei Neuzugänge sind noch möglich, im Falle von Abgängen auch mehr“ Die kommenden Wochen bis zum DFB-Pokal-Erstrundenspiel gegen den Oberligisten Lüneburger SK Hansa (22. August, 15.30 Uhr) beschrieb Clemens Fritz als „sehr wichtig für uns“. Aus zweierlei Gründen. „Zum einen, was das Spielerische angeht, zum anderen aber auch für das Teamgefüge, damit sich die Jungs schnellstmöglich finden und sich die Neuzugänge integrieren können“, so der Sportchef des SV Werder Bremen. Sieben Stück an der Zahl sind es bisher, was für Werder-Verhältnisse Mitte Juli beinahe astronomisch ist. Zum Vergleich: Im Vorjahr hatte zu diesem Zeitpunkt lediglich Maximilian Wöber unterschrieben. Abgearbeitet sind die Sommer-Transferpläne 2026 aber noch nicht. „Zwei bis drei Neuzugänge sind noch möglich, im Falle von Abgängen auch mehr“, hatte Clemens Fritz unlängst im Interview mit der DeichStube erklärt. Nicht ausgeschlossen, dass sogar vor der Abreise ins Zillertal-Trainingslager (20. bis 26. Juli) noch etwas passiert. „Wir sind in der Transferphase, und die sind immer dynamisch. Deswegen kann ich in keine Richtung etwas ausschließen“, sagte der Ex-Profi des SV Werder Bremen am Sonntag, während die Mannschaft in seinem Rücken auf dem Rasen arbeitete. Werder Bremens Trainer Daniel Thioune lässt seine Mannschaft im ersten Training in einem Elf-gegen-Elf gegeneinander spielen Cheftrainer Daniel Thioune hielt die Premieren-Einheit weitestgehend in englischer Sprache ab und ging dabei gewohnt kommunikativ mit seiner Mannschaft um, die zum Auftakt aus 22 Feldspielern und vier Torhütern bestand. Nach dem obligatorischen Aufwärmen und einem Elf-gegen-Elf-Trainingsspiel, bei dem beide Teams mit Viererkette agierten (4-2-3-1 gegen 4-3-3) stand zum Abschluss ein Torschuss-Wettbewerb auf dem Programm. Justin Njinmah (muskuläre Probleme) und Mitchell Weiser (startet nach auskuriertem Kreuzbandriss individuell in die Vorbereitung) trainierten abseits ihrer Kollegen. Als das erste Training des SV Werder Bremen nach knapp anderthalb Stunden beendet war, tauchte auch Thioune vor den wartenden Journalisten auf. Werder Bremens Daniel Thioune: „Mein Akku ist wieder voll, das war er auch schon vor zwei Wochen“ „Mein Akku ist wieder voll, das war er auch schon vor zwei Wochen“, sagte ein gut gelaunter Trainer des SV Werder Bremen, der sich zufrieden zeigte mit der ersten Einheit des Sommers: „Die Jungs waren mit Freude unterwegs. Auch die nötige Frische war gegeben, obwohl heute noch die Gewöhnung im Vordergrund stand.“ Seine Mission für die kommenden Wochen und Monate umriss Daniel Thioune wie folgt: „Als ich im Februar gekommen bin, standen wir mit dem Rücken zur Wand, und es ging nur um den Klassenerhalt. Den haben wir erreicht, Haken dran. Unser Auftrag ist es jetzt, im neuen Jahr vieles besser zu machen.“