Was droht und was Piloten sagen
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Flugmodus vergessen: Piloten klären über Gefahren und Konsequenzen im Flugzeug auf
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Entwickelt sich das Einschalten des Flugmodus zur Geduldsprobe, droht Uneinsichtigen im extremsten Fall der Rauswurf aus dem Flugzeug.
Taipeh – Obwohl manche Regulierungsbehörden wie die Europäische Union die Nutzung von Mobilfunkdiensten auf Flügen schrittweise zulassen, bleibt die Vorschrift für Passagiere unverändert. Vor allem bei Start und Landung muss das Smartphone in den Flugmodus geschaltet werden. Dass Flugbegleiter Verstöße durch spezialisierte Geräte zur Funküberwachung aufdecken können, entpuppt sich dabei als Mythos, wie Yahoo News berichtete.
Sichtkontrolle statt High-Tech-Erfassung
Eine direkte technische Überprüfung jedes einzelnen Geräts durch die Kabinencrew existiert nicht, wie ETtoday berichtete. Die Durchsetzung der Vorschrift basiert rein auf visueller Kontrolle durch das Personal. Sieht eine Flugbegleiterin oder ein Flugbegleiter, dass ein Passagier sein Smartphone während der kritischen Flugphasen bedient, folgt eine direkte Aufforderung zum Ausschalten.
Reagieren Reisende uneinsichtig oder weigern sich strikt, droht im schlimmsten Fall der Ausschluss vom Flug. Ein prominentes Beispiel ereignete sich im Jahr 2011, als Schauspieler Alec Baldwin aus dem Flugzeug verwiesen wurde, weil er sich vor dem Start weigerte, das Mobiltelefon wegzulegen.
Fehlender wissenschaftlicher Nachweis für Störungen
Aus dem Cockpit gibt es Entwarnung hinsichtlich akuter Sicherheitsrisiken. Piloten berichten von jahrelanger Flugpraxis ohne jegliche Beeinträchtigung der Navigations - oder Funksysteme durch aktive Smartphones, wie die Online-Zeitung Wind Life berichtete. Auch eine Untersuchung der US-amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA lieferte keine eindeutigen Beweise für eine direkte Störung der Bordelektronik durch Mobiltelefone. Dennoch bleiben die Anweisungen des Bordpersonals für alle Reisenden rechtlich bindend.
Lärmschutz und Akkulaufzeit als pragmatische Gründe
Die ursprünglichen Regeln zur Gerätenutzung sollten verhindern, dass Smartphones aus der Luft die Funknetze am Boden überlasten, wie ETtoday berichtete. Als die US-Kommunikationsbehörde FCC eine Freigabe prüfte, regte sich Widerstand aus ganz praktischen Gründen.
Befragte Fluggesellschaften und Abgeordnete warnten vor Ruhestörungen und Konflikten in der Kabine, wenn Passagiere auf engem Raum dauerhaft Telefonate führen würden. Neben der Vermeidung von Streitigkeiten bietet der Flugmodus auch für Reisende einen direkten Vorteil: Da das Smartphone in großer Höhe vergeblich nach Funkmasten am Boden sucht, schont das Aktivieren des Flugmodus die Akkulaufzeit erheblich. (Redaktion)