Was es über dich aussagt, wenn du immer 10 Minuten zu früh kommst
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Treffen um 19 Uhr? Dann bist du spätestens um 18:50 Uhr da. Nicht, weil du die Uhr falsch gelesen hast, sondern weil sich genau das für dich richtig anfühlt. Während andere ihre Ankunft eher großzügig interpretieren, planst du automatisch einen kleinen Puffer ein. Kommt dir bekannt vor? Dann könnten diese Eigenschaften ziemlich gut zu dir passen.
Deine Persönlichkeit ist „schuld“
Nur eine Angewohnheit oder steckt wirklich mehr dahinter? Tatsächlich gibt es Hinweise darauf, dass die Art, wie wir mit Zeit und Terminen umgehen, mit unserer Persönlichkeit zusammenhängt. Für eine Studie, die im „Journal of Research in Personality“ veröffentlicht wurde, absolvierten 92 Studierende zunächst einen Persönlichkeitstest. Einige Tage später beobachteten die Forschenden, wann sie zu einem vereinbarten Termin erschienen.
Dabei zeigte sich vor allem ein Zusammenhang zwischen Gewissenhaftigkeit und verschiedenen Aspekten der Pünktlichkeit. Auch Eigenschaften wie Rücksichtnahme sowie die Neigung, sich schneller Sorgen zu machen und stärker auf Stress zu reagieren, spielten beim frühen Erscheinen eine Rolle. Natürlich bedeutet das nicht, dass sich dein kompletter Charakter daran ablesen lässt, ob du um 18:50 oder 19 Uhr vor dem Restaurant stehst. Diese sechs Eigenschaften scheinen bei Überpünktlichen aber tatsächlich häufiger eine Rolle zu spielen. Welche davon erkennst du bei dir wieder?
Du hasst das Gefühl, gehetzt zu sein.
Noch schnell die Schuhe anziehen, zur Bahn rennen und unterwegs eine Nachricht mit „Sorry, bin fünf Minuten später da“ tippen? Allein bei der Vorstellung steigt vermutlich schon dein Stresspegel.
Wenn du grundsätzlich zehn Minuten früher auftauchst, versuchst du solche Situationen von vornherein zu vermeiden. Du möchtest in Ruhe ankommen, dich kurz orientieren und nicht völlig abgehetzt in einen Termin starten. Dafür wartest du lieber ein paar Minuten.
Du bist gerne gut vorbereitet.
Wer ständig zu früh kommt, überlässt Dinge häufig nicht besonders gern dem Zufall. Vermutlich schaust du vorher nach, wie lange du für den Weg brauchst, wann du losmusst und wo genau du hinwillst.
Gewissenhaftigkeit hing auch in der Studie mit allen untersuchten Aspekten der Pünktlichkeit zusammen. Gut möglich also, dass sich diese Eigenschaft bei dir auch an anderer Stelle bemerkbar macht. Deadlines auf den letzten Drücker, Kofferpacken kurz vor der Abfahrt oder morgens erst einmal herausfinden, wo eigentlich der Haustürschlüssel liegt? Eher nicht dein Ding.
Du machst dir vielleicht zu viele Gedanken ums Zuspätkommen.
Hand aufs Herz: Wie nervös wirst du, wenn du merkst, dass du ausnahmsweise nicht zehn Minuten zu früh, sondern vielleicht zwei Minuten zu spät sein wirst?
Auch hier zeigte die Studie: Menschen mit höheren Neurotizismus-Werten erschienen darin tendenziell früher. Neurotizismus beschreibt in der Persönlichkeitspsychologie unter anderem eine stärkere Neigung zu Sorgen und emotionaler Anspannung. Das heißt natürlich nicht, dass Überpünktliche automatisch besonders ängstlich sind. Wenn dich aber schon wenige Minuten Verspätung enorm stressen, könnte hinter deinem Zeitpuffer mehr stecken als reine Gewohnheit.
Denn bei aller Liebe zur Pünktlichkeit darfst du dir ruhig ein bisschen Gelassenheit erlauben. Wegen drei Minuten Verspätung wird eine gute Freundin schließlich kaum die Freundschaft kündigen.