Was für Werder beim 2. Trainingslager ansteht!
DeichStube News Taktik, Rückkehrer und Transfers: Was für Werder beim Trainingslager in Harsewinkel ansteht Von: Bjarne Voigt Der SV Werder Bremen bezieht sein zweites Trainingslager der Sommer-Vorbereitung - was für die Grün-Weißen in Harsewinkel ansteht! Bremen – Fünf Tage lang soll beim SV Werder Bremen im ostwestfälischen Harsewinkel vor allem eines im Mittelpunkt stehen: taktische Detailarbeit. Wenn sich die Mannschaft von Cheftrainer Daniel Thioune am Montag auf den Weg ins Trainingslager macht, will Werder bis Freitag intensiv an den Abläufen arbeiten – weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das Trainingslager ist bewusst hinter verschlossenen Türen angesetzt, auch Medien dürfen nur bis Mittwoch vor Ort sein. „Wir werden trotzdem aufsetzen und umsetzen“, kündigte Daniel Thioune nach dem 2:2 des SV Werder Bremen im Testspiel gegen den SC Paderborn mit Blick auf die derzeit dünne Personaldecke an. Der Trainer will die fünf Tage nutzen, um die Grundlagen der vergangenen Wochen zu vertiefen und seiner Mannschaft mehr Sicherheit in den Abläufen zu geben. „Ich freue mich darauf, dass wir viel Zeit miteinander verbringen, weil wir noch ein bisschen mehr ins Detail arbeiten müssen.“ Dann im besten Fall mit mehr Personal als zuletzt. Werder Bremens Daniel Thioune: „Die Spieleröffnung ist bei uns immer noch anspruchsvoll. Da müssen wir noch bessere Lösungen finden“ Dabei geht es um zahlreiche Bereiche: vom Ballbesitz über die Spieleröffnung und das Herausspielen von Torchancen bis hin zum letzten Pass im letzten Drittel. Auch gegen den Ball will Daniel Thioune weiter an den Abläufen feilen – vom Anlaufverhalten über die zu verteidigenden Räume bis hin zum Umschaltspiel nach Ballgewinn und Ballverlust. „Das werde ich nicht in fünf Tagen vollständig abbilden können, aber wir können in den Details besser werden“, sagte Thioune. Gerade bei der Spieleröffnung sieht der Trainer des SV Werder Bremen noch Entwicklungspotenzial. „Die Spieleröffnung ist bei uns immer noch anspruchsvoll. Da müssen wir noch bessere Lösungen finden, mutiger in diesen Lösungen sein, um vielleicht auch diese Linien zu gewinnen.“ Auch die weitere Integration der Rückkehrer und Neuzugänge wird eine wichtige Rolle spielen. Cedric Itten soll möglichst schnell an die Mannschaft herangeführt werden, zudem „sollen Marco Friedl und Torhüter Alex Schlager die Abläufe verinnerlichen, die Werder in den vergangenen Wochen bereits einstudiert hat“. Gleichzeitig hofft der Chefcoach des SV Werder Bremen darauf, dass sich die personelle Situation im Laufe der Woche etwas entspannt. Niklas Stark, Felix Agu und Mats Heitmann werden zwar definitiv nicht mit nach Harsewinkel reisen. Bei den übrigen angeschlagenen oder zuletzt fehlenden Spielern, wie Senne Lynen, Salim Musah, Dawid Kownacki oder Dariusz Stalmach besteht dagegen die Hoffnung, dass „sie zumindest teilintegriert ins Mannschaftstraining zurückkehren.“ Werder Bremens Daniel Thioune über Trainingslager: „Gleichzeitig geht es darum, vielleicht noch enger als Team zusammenzuwachsen“ Neben dem Training vor Ort könnte es auch auf dem Transfermarkt eine interessante Woche für Werder werden. Romano Schmid steht bekanntlich unmittelbar vor einem Wechsel zum italienischen Serie-A-Aufsteiger Frosinone Calcio. Gleichzeitig wird das Interesse an Innenverteidiger Karim Coulibaly intensiver. Auf der Zugangsseite arbeiten die Bremer derweil weiter an Verstärkungen. Vor allem auf den Außenbahnen und im defensiven Mittelfeld sehen die Verantwortlichen des SV Werder Bremen derzeit den größten und dringendsten Bedarf. Daniel Thioune selbst würde einen weiteren Neuzugang in Harsewinkel begrüßen. „Die Nationalspieler sind zurück. Ich hoffe natürlich, dass noch einmal ein Neuzugang dazustoßen wird. Ob das in der nächsten Woche sein wird, weiß ich nicht“, so der Trainer. Auch abseits der taktischen Arbeit soll die Woche ihren Zweck erfüllen. „Gleichzeitig geht es darum, vielleicht noch enger als Team zusammenzuwachsen“, erklärte Daniel Thioune. Nach fünf Testspielen – vier Siegen und dem 2:2 gegen Paderborn – sieht der Trainer den SV Werder Bremen „ergebnistechnisch auf einem ordentlichen Weg“. Aber: „Das Ganze muss noch mit ein bisschen mehr Inhalt gefüllt werden.“ Genau darum geht es nun fünf Tage lang in Harsewinkel. (bvo)