Was geht noch mit Titan X und GTX 1080 Ti?
Nvidias Geforce GTX 1080 Ti wird im englischen Sprachraum als "GOAT" bezeichnet, kurz für "Greatest Of All Time". Handelt es sich tatsächlich um die beste Grafikkarte aller Zeiten? Auch dieser Frage wollen wir im Folgenden auf den Grund gehen. Der Anlass ist jedoch noch etwas älter: Heute vor zehn Jahren veröffentlichte Nvidia die Titan X (Pascal) - die große Schwester der erst im Frühjahr 2017 erschienenen Geforce GTX 1080 Ti. Komplettiert wurde das Line-up kurz darauf von der Titan Xp, welche die Ära des reinen Rasterizings mit einem Ausrufezeichen beendete. Pascal GP102: Es war einmal ... Bei Pascal, besser bekannt als Geforce-GTX-10-Serie, handelt es sich um Nvidias letzte kompromisslos auf Rasterizing getrimmte GPU-Architektur. Beinahe alle Transistoren zielten darauf ab, klassisches Rendering zu beschleunigen - höchst erfolgreich, die Pascal-Grafikkarten GTX 1060, GTX 1070, GTX 1080 (Ti) erfreuten sich großer Beliebtheit. Selbst 2026 kann man mit den Spitzenmodellen der Architektur noch ordentlich zocken - wie gut, zeigen wir sogleich anhand von 20 Spielen. Zuvor möchten wir aber einige Fakten und Anekdoten zum Besten geben. Quelle: PC Games Hardware Wussten Sie, dass es zwei "Titan X"-Grafikkarten gibt? Die erste, offiziell "Geforce GTX Titan X" genannt, erschien Anfang 2015 und basiert auf der Maxwell-Architektur. Die "Titan X" des Jahres 2016 musste als erste Enthusiast-Grafikkarte auf den Zusatz "Geforce GTX" verzichten, um, so hieß es, die Ausrichtung an (semi-)professionelle Anwender zu unterstreichen. Diese Entscheidung wurde anscheinend in letzter Minute getroffen, denn der altehrwürdige "Geforce GTX"-Schriftzug findet sich gleich mehrfach auf den Nvidia-Referenzkarten: einmal grün LED-hinterleuchtet an der Oberseite der Karte und einmal eingegossen auf der metallenen Backplate. Im Betriebssystem angekommen, herrscht hingegen der Name String "Nvidia Titan X (Pascal)" - Letzteres verdeutlicht die Architektur. Bei der Titan X (ja, Pascal) handelt es sich um die erste Grafikkarte auf Basis des GP102-Prozessors. Dieser war ein beeindruckendes Stück Silizium mit 12 Milliarden Schaltungen auf 471 mm² Kernfläche in damals moderner 16-Nanometer-FinFET-Fertigung bei TSMC. Zum Start bekamen wir keinen Vollausbau serviert, sondern die Konfektion mit der Nummer "400" und einem milden Beschnitt: 256 der 3.840 physisch vorhandenen FP32-Rechenwerke wurden zum Wohle der Chip-Ausbeute (nicht Ausbeutung!) stillgelegt. Mit 3.584 aktiven Shader-Einheiten nebst vollwertiger 384-Bit-Speicherschnittstelle war die Titan X dennoch ein wahres Rechenmonster. Sehen wir uns die gesamte Spezifikation der Karte neben Vergleichsmodellen an, weitere finden Sie in unserer gepflegten GPU-Datenbank: Angaben der Leistung auf Basis der von uns umfassend getesteten Grafikkarten (durchschnittlicher GPU-Boost über alle Benchmarks) - die rechtlich abgesicherten Herstellerangaben liegen teils deutlich darunter. *ALUs mit Dual-Issue-Fertigkeit; angegeben ist der bestmögliche (doppelte) Durchsatz. Der Blick auf die Spezifikation verdeutlicht, dass Titan X und Geforce GTX 1080 Ti ansatzweise die gleiche Grafikkarte sind. Die offizielle Gaming-Version - Geforce GTX - wurde zwar beim Speicher-Interface beschnitten und verfügte daher über "nur" 11 anstelle von 12 GiByte VRAM. Allerdings glich Nvidia die Speichertransferrate durch entsprechend schnelleren GDDR5X aus. So kam es zum kuriosen Testergebnis, dass die Geforce GTX 1080 Ti zum UVP von 819 Euro exakt 101 Prozent der Titan-X-Leistung erreichte, welche mit 1.299 Euro zu Buche schlug. Ob sich dieser Ausgang im Jahr 2026 wiederholt, erfahren Sie sogleich.