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Was Heidelbeeren mit unserer Stimmung zu tun haben könnten

Gesundheit

Wer regelmäßig Heidelbeeren isst, tut damit möglicherweise auch seiner psychischen Gesundheit etwas Gutes. In der Studie zeigten ältere Erwachsene mit leichten depressiven Symptomen nach drei Monaten tendenziell stärkere Verbesserungen ihrer Stimmung, wenn sie täglich Heidelbeeren verzehrten.

Täglich zwei Tassen Heidelbeeren über drei Monate

Die Studie wurde von Forschenden des Hebrew SeniorLife Hinda and Arthur Marcus Institute for Aging Research in den USA durchgeführt. Die Ergebnisse erschienen im Fachjournal The Journal of Nutrition, Health and Aging. Für die Pilotstudie wurden körperlich wenig aktive Menschen ab 65 Jahren mit leichten depressiven Symptomen ausgewählt. Über einen Zeitraum von drei Monaten erhielten die Teilnehmenden entweder täglich 48 Gramm Heidelbeerpulver, was etwa zwei Tassen frischen Heidelbeeren entspricht, oder ein entsprechendes Placebopulver.

Insgesamt schlossen 18 Personen die Studie ab. Die Forschenden untersuchten Veränderungen im Darmmikrobiom sowie sogenannte kurzkettige Fettsäuren, die durch die Aktivität von Darmbakterien entstehen. Zusätzlich wurden die depressiven Symptome mit etablierten Fragebögen erfasst.

Wie Heidelbeeren über den Darm die Psyche beeinflussen könnten

Besonders interessant war für die Forschenden ein möglicher Zusammenhang zwischen Darmmikrobiom und psychischer Gesundheit. Bei den Teilnehmenden, die Heidelbeeren konsumierten, fanden sich Veränderungen bei bestimmten Genen von Darmbakterien, die mit bestimmten Enzymen in Verbindung stehen. Eines dieser Enzyme spielt eine Rolle bei Prozessen, die mit der Bildung des Botenstoffs Gamma-Aminobuttersäure (GABA) zusammenhängen. GABA ist ein Neurotransmitter, der an der Signalübertragung im Gehirn beteiligt ist.

Die Ergebnisse deuten an, dass Heidelbeeren bestimmte Funktionen von Darmmikroben beeinflussen könnten. Ob dies tatsächlich Auswirkungen auf die Stimmung hat, muss jedoch noch geklärt werden. Die Forschenden wollen den möglichen Zusammenhang in größeren Studien weiter untersuchen. Generell sollten Menschen mit Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen ihre Behandlung nicht eigenständig verändern.

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