Was Kimchi und Sauerkraut für die Mundgesundheit leisten könnten
Foto: Ralf Wehr – stock.adobe.com
Das Team um die University of Pennsylvania und die südkoreanische Jeonbuk National University untersucht darin die Wechselwirkungen entlang der Mund-Darm-Achse. Im Fokus stehen Lebensmittel wie Kimchi und Sauerkraut, die neben lebenden Mikroorganismen auch mikrobielle Stoffwechselprodukte, Ballaststoffe und bioaktive Pflanzenstoffe enthalten.
Dabei spielt die feste Struktur der pflanzlichen Lebensmittel eine besondere Rolle. „Fermentierte Lebensmittel auf Gemüsebasis haben ballaststoffreiche Strukturen, die ihre Mikroorganismen schützen und ihnen ermöglichen, länger auf Schleimhautoberflächen zu verweilen“, erklärt Mitautor Dongyeop Kim. Dadurch könnten sich mehr Möglichkeiten für vorübergehende mikrobielle Wechselwirkungen im Mund und im Magen-Darm-Trakt ergeben, so Kim in der Mitteilung von Penn Dental Medicine.
Um daraus personalisierte Ernährungskonzepte zu entwickeln, schlägt das Team umfassendere Datenbanken zu Lebensmittelmikrobiomen sowie eine genauere Charakterisierung von Mikroorganismenstämmen und Stoffwechselprodukten vor. Darauf aufbauend sollen fermentierte Lebensmittel mit definierter mikrobieller und chemischer Zusammensetzung entwickelt werden. Langfristig könnten diese auf individuelle Mikrobiomprofile oder gesundheitliche Bedürfnisse abgestimmt werden.