Was Königin Mette-Marit für ihr Leben plante - und für Haakon aufgab
Im Video oben: Warum Mette-Marit und Haakon noch nicht ins Schloss ziehen.
Heute steht Mette-Marit (53) als Königin an der Spitze Norwegens. Doch vor ihrer Beziehung zu König Haakon (53) und dem Eintritt in die Königsfamilie sah ihre Zukunft noch völlig anders aus. Welche Vorstellungen sie damals von ihrem Berufsleben hatte, verriet sie 2001 in ihrem ersten Einzelinterview mit „Dagsavisen“.
Neben den großen Themen rund um ihre bevorstehende Hochzeit und ihre neue Rolle in der Monarchie interessierte die Zeitung auch eine ganz persönliche Frage: Welchen beruflichen Weg hatte sich die damals 27-Jährige eigentlich ursprünglich für sich vorgestellt?
Mette-Marit wollte als Kind Pilotin werden
Eine konkrete Antwort darauf fiel Mette-Marit schwer. Ihre beruflichen Ideen hätten sich immer wieder verändert, wie sie damals offen zugab.
Einen bestimmten Berufswunsch trug sie allerdings schon seit ihrer Kindheit mit sich herum: Mette-Marit wollte einst Pilotin werden. Der Grund dafür lag in ihrer Familie. Sowohl ihr älterer Bruder als auch ihr Onkel arbeiteten als Piloten und waren für die kleine Mette-Marit offenbar echte Vorbilder.
Dass sich ihr Kindheitstraum irgendwann ins Gegenteil verkehren würde, war damals kaum abzusehen. Viele Jahre später musste Mette-Marit selbst über diese Ironie schmunzeln. Ausgerechnet das Fliegen, von dem sie einst begeistert war, wurde für sie zur Herausforderung: „Das finde ich ein bisschen süß, besonders weil ich heute Flugangst habe“, so die heutige Königin in dem Interview.
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Königin wäre später am liebsten Fotografin geworden
Hätte Mette-Marit 2001 frei wählen können, wäre ihre Berufswahl überraschend wenig royal ausgefallen. Statt Politik oder Palast reizte sie vor allem ein kreativer Beruf: „Wenn ich mir einen Beruf ganz oben aus dem Regal aussuchen könnte, danach, was ich spannend finde, wäre es wohl Fotografin.“
Dabei war sich die damals 27-Jährige durchaus bewusst, dass ihre eigenen fotografischen Fähigkeiten überschaubar waren: „Ich bin nicht besonders gut darin, Fotos zu machen, aber ich finde es sehr lustig“, so Mette-Marit im Gespräch.
Kurz vor Verlobung mit Haakon war Mette-Marit Praktikantin bei der Zeitung
Ganz ohne berufliche Orientierung war Mette-Marit damals allerdings nicht. Bereits im Herbst 2000 hatte sie einen Journalistenkurs in Oslo begonnen und dabei erste praktische Erfahrungen gesammelt. Für ein Praktikum führte sie ihr Weg ausgerechnet zu „Dagsavisen“ – jener Zeitung, die wenige Monate später ihr erstes Einzelinterview mit ihr veröffentlichen sollte.
Am 30. November 2000 arbeitete sie dort für einen Tag in der Redaktion. Hinter den Kulissen wusste Mette-Marit zu diesem Zeitpunkt bereits von ihrer bevorstehenden Verlobung mit Haakon. Öffentlich durfte davon allerdings noch nichts bekannt werden. „Ich durfte niemandem etwas von der Verlobung erzählen“, erinnerte sie sich später.
Den Kurs beendete sie schließlich nicht. Mit der Verlobung änderte sich ihr Alltag grundlegend. Statt sich weiter auf eine klassische berufliche Laufbahn vorzubereiten, begann sie, sich auf ihre zukünftigen Aufgaben innerhalb des Königshauses einzustellen.
Als sie 2001 gefragt wurde, ob sie es bedauere, zuvor keinen festen Beruf ergriffen zu haben, nahm sie die Situation mit Humor: „Nun hatte ich ja das 'Glück', vorher keinen Beruf zu haben.“
Ihr neuer Alltag war inzwischen eng mit dem Königshaus verbunden. Von morgens bis nachmittags hielt sie sich im Schloss auf, bekam Unterricht und wurde auf ihre künftige Rolle als Königin vorbereitet. Einen gewöhnlichen Beruf sah sie darin allerdings nicht: „Für mich ist es eher ein Leben.“
Aus dem Zukunftsplan wurde Realität
Am 25. August 2001 heiratete Mette-Marit Haakon und wurde Kronprinzessin von Norwegen. Damit blieben ihre früheren Berufsträume unerfüllt: Sie wurde weder Pilotin noch Fotografin oder Journalistin.
Stattdessen führte ihr Weg direkt ins Königshaus. Nach dem Tod von König Harald V. (†89) am 28. August 2026 veränderte sich ihre Position erneut: Haakon bestieg den Thron, Mette-Marit wurde Königin.
Mit Material von Dana Press