Was Papst Leo XIV. bei seiner Lateinamerikareise vorhat
Die Apostolische Reise von Papst Leo XIV. nach Uruguay, Argentinien und Peru wird zwölf Tage dauern. Der Pressesaal hat das Programm an diesem Montag veröffentlicht. Vom 6. bis 17. November stehen zahlreiche Gottesdienste, Begegnungen mit kirchlichen und gesellschaftlichen Gruppen sowie Besuche bei politischen Verantwortlichen auf dem Programm. Auch die frühere Diözese des Papstes, Chiclayo, und die peruanische Amazonasregion gehören zu den Stationen.
Auftakt in Uruguay
Leo XIV. startet am 6. November in Rom und erreicht am Nachmittag Montevideo. Nach der offiziellen Begrüßung sind eine Begegnung mit dem uruguayischen Präsidenten Yamandú Orsi sowie ein Treffen mit Vertretern von Staat, Gesellschaft und Diplomatie vorgesehen. Am Abend feiert der Papst Vesper mit Bischöfen, Priestern, Diakonen, Ordensleuten und Seminaristen in der Kathedrale von Montevideo.
Am folgenden Tag reist Leo XIV. nach Paysandú, wo er eine Messe feiert. Zurück in Montevideo trifft er in der Pfarrei Unserer Lieben Frau von Guadalupe Vertreter der sozialen Gemeinschaft von Casavalle. In Montevideo besucht Leo XIV. die soziale Gemeinschaft von Casavalle in einem besonders von sozialen und wirtschaftlichen Problemen geprägten Stadtteil. Weitere Begegnungen führen ihn an die Katholische Universität von Uruguay und zu einer Gebetswache im Centenario-Stadion.
Am 8. November besucht der Papst Florida. Dort feiert er vor der Kathedralbasilika von Florida, dem Nationalheiligtum Unserer Lieben Frau von den Dreiunddreißig, eine Messe. Anschließend fliegt er nach Buenos Aires.
Stationen in Argentinien
In der argentinischen Hauptstadt stehen zunächst eine Begegnung mit Präsident Javier Milei sowie Gespräche mit Vertretern von Staat, Gesellschaft und Diplomatie auf dem Programm. Am 9. November besucht Leo XIV. das Kleine Cottolengo Don Orione in Claypole. Anschließend feiert er eine Messe am Monumento de los Españoles. Weitere Begegnungen sind an der Katholischen Universität Argentiniens, mit Vertretern christlicher Gemeinschaften und anderer religiöser Traditionen sowie mit dem argentinischen Episkopat und den synodalen Teams vorgesehen.
Am 10. November reist der Papst nach Córdoba. Dort feiert er eine Messe auf dem Gelände der Militärfliegerschule und trifft anschließend Bischöfe, Priester, Diakone, Ordensleute, Seminaristen und pastorale Mitarbeiter. Am Abend ist in Buenos Aires eine Gebetswache mit Jugendlichen geplant.
Bevor Leo XIV. Argentinien am 11. November verlässt, besucht er einen Bundesgefängniskomplex in Buenos Aires und das Heiligtum Unserer Lieben Frau von Luján. Dort feiert er eine Messe. Anschließend fliegt der Papst nach Lima.
Rückkehr nach Peru
In Lima stehen am 11. November zunächst die offizielle Begrüßung und ein Treffen mit der politischen Führung auf dem Programm. Am folgenden Tag begegnet Leo XIV. den peruanischen Bischöfen. In der Kathedrale von Lima feiert er zudem ein Gebet mit Priestern, Ordensleuten, Seminaristen, synodalen Teams und Pastoralräten. Bei einem weiteren Treffen geht es um die Herausforderungen und Hoffnungen für die Zukunft der peruanischen Bevölkerung. Den Tag beschließt eine Gebetswache mit Jugendlichen und Studierenden.
Zurück in Chiclayo
Am 13. November reist Leo XIV. nach Chiclayo, wo er von 2014 bis 2015 als Apostolischer Administrator und anschließend bis 2023 als Bischof wirkte. Dort feiert er eine Messe bei den Pampas de Pimentel und besucht anschließend die Kapelle San Óscar A. Romero. Im Wallfahrtsort Unserer Lieben Frau vom Frieden trifft er Bischöfe, Priester, synodale Teams und Pastoralräte. Weitere Begegnungen führen ihn an die Katholische Universität Santo Toribio de Mogrovejo und zu einem Treffen mit Priestern der Diözese Chiclayo.
Am 14. November steht zunächst die Krönung der Immaculata in der Kathedrale von Chiclayo auf dem Programm. Anschließend reist der Papst in den ländlichen Bezirk Santa Cruz de Succhabamba, wo er eine Messe feiert. Am Nachmittag kehrt er nach Chiclayo zurück und leitet ein Gebet zum Abschluss des Jubiläumsjahres des heiligen Turibio von Mogrovejo.
Amazonasregion und Abschluss der Reise
Am 15. November reist Leo XIV. zunächst nach Cusco. Dort trifft er Gläubige und Vertreter der Volksfrömmigkeit im Archäologischen Nationalpark Saqsaywaman und betet den Angelus vor der Kathedrale von Cusco. Anschließend fliegt er nach Pucallpa im peruanischen Amazonasgebiet. Dort begegnet er Missionaren und Vertretern der indigenen Völker am Malecón Puerto Callao und feiert eine Messe in der Villa Deportiva Regional Ucayali.
Seinen letzten Tag in Peru verbringt der Papst am 16. November in Callao. Dort besucht er eine von den Kleinen Schwestern der verlassenen Alten geführte Einrichtung. Zum Abschluss seiner Reise feiert Leo XIV. eine Messe auf dem Militärflugplatz Las Palmas bei Lima. Am Nachmittag tritt er den Rückflug nach Rom an und wird am 17. November in Rom erwartet.
Drei Länder, drei Mottos
Mit dem Reiseprogramm wurden auch die Logos und Mottos der drei Etappen vorgestellt. Für Uruguay lautet das Motto „Ich verkünde euch eine große Freude“. Das Logo zeigt den gekreuzigten und auferstandenen Christus auf dem Hirtenstab des Papstes, flankiert von Leo XIV. und der Virgen de los Treinta y Tres. Die „Sol de Mayo“ verweist auf die nationale Identität Uruguays.
Das argentinische Motto lautet „Bienvenidos todos. Vayan y anuncien“ – „Alle sind willkommen. Geht und verkündet“. Im Logo bilden zahlreiche stilisierte menschliche Figuren einen Kreis um ein ausgespartes Kreuz. Die Darstellung soll Vielfalt, gemeinsamen Weg und Verkündigung miteinander verbinden.
Für Peru wurde das Motto „Abramos el corazón“ – „Öffnen wir unsere Herzen“ gewählt. Das Logo zeigt ein Herz mit der Karte Perus und der Taube des Heiligen Geistes. Im Zentrum steht der Papst, umgeben von den Heiligen Rosa von Lima, Turibio von Mogrovejo, Martin de Porres, Franz Solano und Johannes Macías. Das Motiv greift die Einladung auf, das Herz für Gott, die Mitmenschen und die Sendung der Kirche zu öffnen.
(vatican news - cs)