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Was St Margarete über den Sommer verrät

Wissenschaft

Startseite Welt 20. Juli entscheidet alles: Bauernregel gibt die letzte große Vorhersage zum Sommer Von: Bjarne Bock Uns auf Google folgen Die neue Woche bringt eine weitere Bauernregel mit sich. St. Margarete soll entscheiden, wie das Wetter die nächsten vier Wochen lang bleibt. Am Montag, den 20. Juli 2026, feiert die katholische Kirche gleich zwei Gedenktage: Margareta von Antiochia und Apollinaris von Ravenna. Für Bauernregeln sind solche festen Kalendertage seit Jahrhunderten wichtige Fixpunkte, an denen das Wetter beobachtet und gedeutet wurde. Auch heute noch tauchen rund um diesen Termin überlieferte Wetterregeln auf, die versprechen, aus einem einzigen Tag Rückschlüsse auf ganze Wochen im weiteren Sommerverlauf ziehen zu können und so das kommende Wetter vorherzusagen. Die bekannteste Regel zum 20. Juli lautet: „Wie’s Wetter an St. Margaret, dasselbe noch vier Wochen steht.“ Ähnlich formulieren es die Varianten „Margaretenregen wird erst nach Monatsfrist sich legen“ oder „Margaretens Regen bringt keinen Segen“. Sie alle eint die Aussage, dass Regen an diesem Tag für längere Zeit anhalten und wenig Gutes für Ernte und Wetter bedeuten soll – ein Motiv, das sich durch viele traditionelle Bauernregeln im Hochsommer zieht. Auch Regen am 17. Juli soll laut Bauernregel von besonderer Bedeutung sein. Bauernregel Sankt Margarete: Was hinter der Wettervorhersage steckt Solche Regeln sind kein Zufall, sondern reihen sich in eine Serie ein: Auch der Siebenschläfertag Ende Juni und der Siebenbrüdertag Anfang Juli sollen angeblich den Sommer bestimmen. Tatsächlich stabilisieren sich um Anfang Juli oft die Jetstream-Winde über Europa, was diesen früheren Terminen eine gewisse meteorologische Grundlage verleiht. Der 20. Juli liegt aber bereits deutlich später, weshalb die Vorhersagekraft der Margareten-Regel als noch fraglicher gilt als die ihrer Vorgänger im Frühsommer. Weitere Sprüche wie „Regen am Margareten-Tag sagt dem Hunger ‚Guten Tag‘“ oder „An Margareten Regen, bringt Heu und Nüssen keine Segen“ drehen sich um die Ernte, die zu dieser Jahreszeit besonders wetteranfällig war. Auch Gewitter haben ihren festen Platz: „Gegen Margareten und Jakoben, die stärksten Gewitter toben“ beschreibt eine Zeit, in der sommerliche Unwetter tatsächlich gehäuft auftreten. Und für Apollinaris gilt: „Klar muss Apollinaris sein, dann bringt man gute Ernte heim.“ Wie sieht es nun am 20. Juli 2026 konkret aus? In München wird es prognostiziert, teilweise sonnig bei bis zu 22 Grad, in Frankfurt überwiegend bewölkt bei 23 Grad und in Köln ebenfalls überwiegend bewölkt bei 22 Grad. In Berlin und Hamburg ist mit leichtem Regen bei 18 oder 20 Grad zu rechnen. Nimmt man die fünf größten deutschen Städte als grobes Stimmungsbild für das Bundesgebiet, zeigt sich ein gemischtes, eher mildes Ergebnis mit Wolken und stellenweise Regen statt klarem Kaiserwetter. Was ist von der Bauernregel am 20. Juli generell zu halten? Folgt man der Bauernregel wörtlich, würde diese Durchwachsenheit also auf einen eher milden, wechselhaften Sommer mit Regenphasen hindeuten. Ernst nehmen sollte man diese Deutung jedoch nicht: Fünf Städte an einem einzigen Tag sind keine belastbare Grundlage für eine Sommerprognose, und seriöse Meteorologen stützen sich auf großräumige Wettermodelle statt auf Kalendersprüche. Die Regel bleibt daher hauptsächlich ein sprachliches Kuriosum aus vergangenen Zeiten. Abkühlung oder nächste Hitzewelle: Jetzt entscheidet sich meteorologisch der Rest des Sommers. Wer war Margareta von Antiochia? Margareta von Antiochia lebte der Legende nach im 3./4. Jahrhundert in Pisidien. Als Priestertochter ließ sie sich heimlich taufen. Während der Christenverfolgung unter Diokletian wurde sie gefoltert und um 304 enthauptet. Sie zählt zu den 14 Nothelfern, und soll einen Drachen besiegt haben. Wer war Apollinaris von Ravenna? Apollinaris stammte auch aus Antiochia und wurde der Legende nach von Petrus zum Bischof von Ravenna geweiht. Rund 20 Jahre wirkte er dort als Glaubensbote. Er starb als Märtyrer nach Misshandlungen durch Christenfeinde und gilt als Schutzpatron von Ravenna und Remagen.

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