was US-Zinswende und Ölenttwicklung für Anleger bedeuten
von Jörg Bernhard
Gegenwind lieferte hingegen der hohe Ölpreis und gestiegene US-Anleiherenditen. Neue Angriffe der Huthi-Rebellen auf saudische Einrichtungen sowie anhaltende Spannungen um die Straße von Hormus schüren Inflationssorgen und erschweren den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Fed. Im Mittelpunkt steht die Fed-Sitzung am 27. und 28. Oktober. Jüngste Äußerungen führender Notenbankvertreter, darunter Fed-Chef Kevin Warsh, haben die Erwartungen einer unmittelbar bevorstehenden Zinserhöhung deutlich gedämpft. Laut CME FedWatch-Tool rechnen die Marktteilnehmer mit einer Wahrscheinlichkeit von 82 Prozent mit unveränderten Leitzinsen. Für Dezember wird dagegen weiterhin mit einer Wahrscheinlichkeit von 91 Prozent eine Zinserhöhung erwartet. Für Gold bleibt die Zinsentwicklung ein entscheidender Einflussfaktor: Steigende Anleiherenditen verringern die Attraktivität des unverzinsten Edelmetalls. Eine Entspannung im Nahen Osten und sinkende Ölpreise könnten hingegen für zusätzlichen Auftrieb sorgen.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit relativ stabilen Notierungen. Bis gegen 7.35 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 9,10 auf 4.151,00 Dollar pro Feinunze.
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