Washington, D.C.: Donald Trump kritisiert Einstellung des Verfahrens um Reflecting Pool
US-Präsident Donald Trump hat die zuständige Bundesanwältin nach der Einstellung des Verfahrens um Schäden am historischen Wasserbecken in Washington kritisiert. »Ich weiß nicht, was ihr durch den Kopf gegangen ist«, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform. Er sei »vollkommen anderer Meinung« als die von ihm eingesetzte Anwältin Jeanine Pirro. Der US-Präsident hatte wiederholt behauptet, das Becken sei mutwillig beschädigt worden. Laut neuen Erkenntnissen der Ermittler waren die Schäden durch die fehlerhafte Ausführung der Renovierungsarbeiten entstanden. Zudem sei das Projekt übereilt ausgeführt worden. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren gegen den im Juni wegen Vandalismus festgenommenen ehemaligen US-Olympiateilnehmer David Hearn daraufhin ein. Die neuen Erkenntnisse »untergraben die Beweisgrundlage für die Anklage«, teilte Pirro mit. »Vielleicht gab es Probleme mit dem Bauunternehmer, aber der Hauptschaden wurde von Vandalen verursacht«, behauptete Trump dennoch auf seiner Onlineplattform. Er hatte mehrfach schwere Strafen für den angeblichen Vandalismus angekündigt. Renovierung kostete mehrere Millionen Der Sportler Hearn war am 19. Juni bei einem Besuch an dem Becken festgenommen worden. Er habe während einer Fahrradtour an dem Wasserbecken angehalten, um sich die von Trump beauftragten Arbeiten selbst anzusehen, sagte Hearn US-Medien nach seiner Festnahme. Pirro warf ihm jedoch aufgrund von Zeugenberichten die absichtliche Beschädigung öffentlichen Eigentums vor. Die Umgestaltung des historischen Pool war in diesem Jahr angeordnet worden und erfolgte kurz vor den 250-Jahr-Feiern der USA am 4. Juli. Am 6. Juni hatte der US-Präsident verkündet, dass die Arbeiten abgeschlossen seien. Doch weniger als zwei Wochen darauf blätterte die frische Farbe im Pool vom Grund ab und verteilte sich im Becken. Seit der Wiedereröffnung ist das Wasserbecken zudem von Algen befallen.