Wasserspringen bei Schwimm-EM: Gold für Wesemann, Silber für Pfeif/Rösler
Wasserspringer Moritz Wesemann hat sich bei der Schwimm-EM in Paris zum zweiten Mal zum Europameister gekrönt. Vier Tage nach seinem Sieg vom 1-m-Brett triumphierte der 24-Jährige auch im Finale vom 3-m-Brett. Mit 506,80 Punkten ließ der Sportsoldat aus Halle/Saale den Franzosen Jules Boyer und den Briten Jordan Houlden hinter sich und wiederholte seinen EM-Erfolg von 2023. "Ich bin unfassbar glücklich", sagte Wesemann der Sportschau. Vor allem, weil er das erste Mal international die 500 Punkte geknackt habe, die Schwelle, an der es auch "in der Weltspitze Richtung Medaillen" gehe. Mit Blick auf das große Ziel Olympia 2028 gebe ihm diese Leistung "super viel Mut. Trotzdem weiß ich auch, woran ich noch arbeiten kann und dass ich immer noch nicht am Ende bin". Der Berliner Lou Massenberg, der mit Jonathan Schauer überraschend Gold im Synchronspringen gewonnen hatte, landete mit 434,20 Zählern auf dem fünften Platz. Missglückter erster Sprung Wesemann war als überlegender Vorkampfbester ins Finale gegangen. Mit dem ersten Sprung war er nicht zufrieden, doch die fünf Punkte, die er gegenüber dem Vorkampf einbüßte, holte er sich bereits im zweiten Durchgang zurück. Er katapultierte sich von Rang elf auf drei. Zur Halbzeit lag er auf Platz zwei - mit 15 Zählern mehr als am Vormittag. Er steigerte sich weiter und sicherte sich auch dank eines Patzers von Houlden im letzten Durchgang erneut Gold. Damit sicherte er den deutschen Wasserspringern die siebte Medaille in der französischen Hauptstadt. Pfeif mit dritter Silbermedaille Zuvor hatte Vizeweltmeisterin Pauline Pfeif am Mittwoch ihre dritte Silbermedaille in Paris gewonnen. Gemeinsam mit dem Rostocker Ole Rösler sprang die Berlinerin im gemischten Synchronfinale vom Turm im Centre Aquatique Olympique mit 317,76 Punkten auf Platz zwei. Gold schnappten sich Ksenija Bailo und Oleksij Sereda aus der Ukraine (323,16). Bronze ging an die Spanier Jorge Rodriguez Ledesma und Ana Carvajal San Miguel (297,48). Zuvor hatte Pfeif bereits Silber im Einzel und im Synchronspringen mit Elena Wassen geholt. "Es waren viele Teams dabei, die ungefähr auf einem Niveau sind. Deswegen war es ein sehr spannender und knapper Wettkampf", sagte Ole Rösler nach dem Gewinn der Medaille gegenüber der Sportschau. Mit den Worten "Es war schön" fiel sein Fazit entsprechend positiv aus. Der dritte Sprung bringt Platz zwei Mit dem dritten Sprung schob sich das deutsche Duo am Mittwoch auf den zweiten Rang vor, zwischen Platz eins und drei lagen zu diesem Zeitpunkt nur 1,80 Punkte. Mit dem gehockten Dreieinhalb-Vorwärtssalto im vierten Durchgang behaupteten Pfeif und Rösler diese Position und ließen auch im fünften nichts mehr anbrennen. Gold für Deutschland hatten Lou Massenberg und Jonathan Schauer (3-m-Synchron) sowie Moritz Wesemann (1-m-Brett) gewonnen. Zu Bronze waren außerdem Lena Hentschel und Luis Avila Sanchez im Mixed-Synchron vom 3-m-Brett gesprungen. Am späteren Abend geht Wesemann als Vorkampfbester mit Goldambitionen ins Finale vom 3-m-Brett.