DAX +2,24 % 26.202,35 Pkt 18:00:00 MDAX +1,81 % 32.559,91 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,94 % 6.486,70 Pkt 18:00:00 Dow Jones +3,05 % 54.085,88 Pkt 22:42:17 S&P 500 +3,30 % 7.736,52 Pkt 22:42:18 Nasdaq +4,77 % 26.584,99 Pkt 23:15:59 Nikkei +2,98 % 65.861,00 Pkt 04:35:03 Gold +3,84 % 4.188,70 USD 05:27:03 Silber +5,90 % 61,07 USD 05:27:03 Brent -6,48 % 78,34 USD 05:23:56 WTI -7,16 % 74,59 USD 05:26:59 Bitcoin +0,05 % 64.083,94 USD 05:37:02 EUR/USD +0,28 % 1,15390 USD 05:36:57 EUR/GBP +0,04 % 0,85730 GBP 05:37:05 EUR/CHF -0,09 % 0,93170 CHF 05:37:05 EUR/JPY +0,22 % 181,673 JPY 05:37:06

WDR stellt "Frau tv" nach fast 30 Jahren ein

Unterhaltung

Im kommenden Jahr hätte "Frau tv" sein 30-jähriges Jubiläum gefeiert - doch dazu wird es nicht kommen. Überraschend hat der WDR jetzt nämlich das Aus seines Frauenmagazins angekündigt. Wie der öffentlich-rechtliche Sender mitteilte, wird die letzte Ausgabe von "Frau tv" am Donnerstag, den 19. November um 22:15 Uhr zu sehen sein. Als Grund für das Ende verwies der WDR unter anderem auf die zuletzt schwachen Quoten. Zwar habe sich "Frau tv" als klassisches Fernsehmagazin "weiterentwickelt, trotzdem ist die Sehbeteiligung kontinuierlich gesunken", so der Sender. Im vergangenen Jahr habe der durchschnittliche Marktanteil bei nur noch 3,4 Prozent gelegen, im Schnitt schalteten in Nordrhein-Westfalen nur 131.000 Zuschauerinnen und Zuschauer ein - zu wenig aus Sicht des WDR, der damit neun Jahre nach "ML Mona Lisa" im ZDF das letzte Frauenmagazin im deutschen Fernsehen einstellt. "Mit 'Frau tv' verabschieden wir uns von einem langjährigen Fernsehformat, aber ganz ausdrücklich nicht von Angeboten für Frauen", sagte Andrea Schafarczyk, WDR-Programmdirektorin NRW, Wissen und Kultur. "Ganz im Gegenteil: Themen wie Frauenrechte, gesundheitliche Chancengleichheit, Frauengesundheit, Selbstbestimmung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder Beziehungen haben bei uns eine lange Tradition und sind für den WDR unverzichtbar - sie liegen uns sehr am Herzen." Der WDR kündigte an, seine "Angebote für weibliche Zielgruppen neu aufsetzen" zu wollen. Geplant seien "neue Formate und Angebote, die Frauen und ihre Perspektive in den Mittelpunkt stellen und speziell für digitale Ausspielwege produziert werden". Frauenpolitische Debatten, persönliche Geschichten von Frauen und Themen wie Emanzipation oder Geschlechtergleichstellung sollen dadurch "mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit bekommen und noch mehr Menschen erreichen", so die Hoffnung des WDR, der etwa auf die Dokumentation "Die Wechseljahre: Zu heiß für Deutschland?" mit Sabine Heinrich verweist, die am 12. Oktober veröffentlicht werden soll. Einen anderen Ansatz verfolge außerdem Social-Reality-Format "Vibes - Find your fire", das im Herbst in der ARD-Mediathek zu sehen sein soll und "neun Frauen in einer entscheidenden Umbruchphase ihres Lebens" begleitet. Junge Frauen will der WDR zudem auch weiterhin auf dem Instagram-Kanal "Mädelsabende" erreichen. Der Facebook-Kanal von "Frau tv" soll zudem auch nach dem Ende der linearen Sendung bestehen bleiben und weiterentwickelt werden. "Unser Ziel ist, mit anderen Erzählformen und Verbreitungswegen für diese Themen eine größere Aufmerksamkeit zu erzielen, als es uns mit dem klassischen Magazinformat gelungen ist", sagte Programmdirektorin Andrea Schafarczyk. "Auch wenn die letzte Sendung noch nicht ausgestrahlt ist, danke ich schon jetzt dem ganzen Team - den Autorinnen und Autoren, der Redaktion und natürlich den beiden Moderatorinnen Lisa Ortgies und Sabine Heinrich - ganz herzlich für ihre starke und engagierte Arbeit in den vergangenen Jahren."

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