Wechsel nach Frankfurt rückt näher: Weg für Atubolu-Leihe wohl frei
Das Torwart-Wechsel-dich-Spiel bei Eintracht Frankfurt steht kurz vor dem nächsten Kapitel. Der Transfer von Wunschkeeper Noah Atubolu vom SC Freiburg zu den Hessen wird immer wahrscheinlicher – auch wenn der Grund dafür erst einmal nach einem Widerspruch klingt.
Wie zuerst der Kicker am Mittwoch berichtete, hat der Schlussmann seinen im kommenden Sommer auslaufenden Vertrag bei den Breisgauern in dieser Woche verlängert – und damit seinen Weggang wahrscheinlicher gemacht.
Atubolu macht Leihe mit Unterschrift möglich
Grund dafür: Durch die nun längere Vertragslaufzeit ist eine Leihe in diesem Sommer wieder möglich. Bei Atubolus vorherigem Arbeitspapier, das nur noch bis Sommer 2027 gültig war, wäre das nicht erlaubt gewesen. Heißt: Die Eintracht, die derzeit sehr aufs Geld achten muss, könnte den 24-Jährigen jetzt ausleihen und dann bei Bedarf erst im kommenden Sommer per Kaufoption oder -verpflichtung fest an sich binden.
Freiburgs Trainer Julian Schuster hatte einen Wechsel des Torhüters, der den nächsten Karriereschritt machen will, zur Eintracht bereits indirekt befeuert. "Grundsätzlich ist Frankfurt ein sehr, sehr großer Verein in Deutschland. Von daher kann das eine Möglichkeit sein, dass er dort zwischen den Pfosten steht", sagte er nach dem Pokal-Erfolg gegen Düsseldorf.
Am Mittwoch legte er nach und deutete den Wechsel nach Frankfurt zumindest zwischen den Zeilen an. "Eine Leihe kann ein Modell für eine zukünftige Lösung sein. Natürlich kann man sich vorstellen, dass je näher der Dienstag kommt, umso mehr Zug auch dahinter sein wird", sagte er auf der Pressekonferenz vor dem Playoff-Rückspiel zur Conference League gegen Motherwell. "Entsprechend wird es in den nächsten Tagen auch etwas zu bestätigen geben. Was das genau ist, kann ich noch nicht sagen."
Einigung steht noch aus
Atubolu hatte seinen Abschiedswunsch früh beim Sport-Club hinterlegt, sein angedachter Wechsel in die Premier League kam aber nie zustande. Da Freiburg mit Mio Backhaus bereits eine neue Nummer eins verpflichtet hat, könnte nun die Eintracht profitieren.
Wie es mit Kaua Santos und Michael Zetterer weitergeht, ist derzeit noch offen. Zetterer soll ein Angebot von Leeds United vorliegen. Ob Santos sich als Nummer zwei auf die Bank setzen wird, ist schwer einzuschätzen. Klar ist nur, dass Trainer Adi Hütter einen neuen Stammkeeper will. Dieser könnte nun aus Freiburg kommen. Die endgültige Einigung zwischen den Vereinen steht aber noch aus.