Wegen Alleingang des Fifa-Präsidenten: Europas Klub-Verband attackiert Infantino
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Nach der Uefa und den Kontinentalverbänden aus Asien (AFC) sowie Nord-, Mittelamerika und der Karibik (Concacaf) übt auch Europas mächtiger Klubverband EFC deutliche Kritik an den Investoren-Plänen von Fifa-Präsident Gianni Infantino und am geplanten Verkauf eines Teils der kommerziellen Rechte an der WM und Klub-WM. „Die EFC nehmen mit großer Sorge die plötzlichen, einseitigen Medien-Briefings und die Ankündigung der Fifa über eine potenzielle neue Unternehmensstruktur für die Vermarktung bestimmter Fußballwettbewerbe zur Kenntnis“, teilte die EFC mit. Und weiter: „Als Institution, die über 850 Fußballvereine vertritt – deren Mitgliedsklubs, ihre Spieler und Gemeinschaften grundlegende Teilnehmer am weltweiten Fußball sind, nicht zuletzt in den Wettbewerben der Fifa einschließlich aller internationalen Klubwettbewerbe –, wäre es völlig angemessen, dass die EFC bei einem Vorschlag von solch großer Tragweite umfassend konsultiert wird. Die EFC erfuhr von diesem Vorschlag auf dieselbe Weise wie die meisten globalen Fußball-Akteure – ohne Vorwarnung und durch die Medien.“ Zugleich fordert die EFC „strengere und transparentere Governance-Prozessen, die eingeführt werden sollen, um den Fußball langfristig zu schützen.“ Im EFC-Vorstand sitzen neben Boss Nasser Al-Khelaifi aus Katar, dem Präsidenten von Paris SG, auch Bayern-CEO Jan-Christian Dreesen und Leverkusen-Geschäftsführer Fernando Carro sowie Red-Bull-Chef Oliver Mintzlaff. Frankfurt-Vorstand Axel Hellmann ist Sonderbeauftragter von Al-Khelaifi.