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Wegen Badehosen und Bikinis: Italienischer Urlaubsort droht Touristen mit Strafen

Welt

Wo viele Tourist:innen unterwegs sind, gibt es immer auch einige, die sich daneben benehmen. Um für mehr Ordnung und Sittlichkeit zu sorgen, hat ein Ort am beliebten Comer See deshalb nun neue Regeln aufgestellt. Der Comer See ist unter Tourist:innen seit Jahren äußerst beliebt. Neben Möglichkeiten zum Wandern und Baden bieten Orte wie Bellagio oder Varenna genügend Möglichkeiten, die Dolce Vita zu genießen. Online gehen immer wieder Videos von den malerischen Seeblicken samt Bergkulisse viral. Doch der damit verbundene Hype hat auch seine Schattenseiten. Denn die kleinen Dörfer am Comer See sind nun mal nicht dafür gebaut, tagtäglich riesige Ströme an Tourist:innen aufzunehmen und zu versorgen. Während sich manche Besucher:innen also an viralen Foto-Hotspots die Beine in den Bauch stehen, sind die Einheimischen zunehmend von dem Ansturm genervt. Denn nicht alle Tourist:innen verhalten sich respektvoll. Deswegen ergreift Varenna nun Maßnahmen, die vor allem die Kleidung betrifft. Comer See: Urlauber müssen auf ihre Kleidung achten Wer künftig mit freiem Oberkörper oder in Badebekleidung durch die Straßen des Ortes läuft, muss mit einem Bußgeld zwischen 50 und 200 Euro rechnen. Die Regel gilt nicht für die Strände oder Bootsausflüge auf dem Comer See, sondern für den historischen Ortskern. Dort sollen Tourist:innen in angemessener Kleidung unterwegs sein, wenn sie Geschäfte, Restaurants, Kirchen oder öffentliche Plätze besuchen. Neben der Kleiderregel wurden weitere Maßnahmen beschlossen. Reisegruppen dürfen künftig aus höchstens 25 Personen bestehen, um die engen Gassen nicht zu blockieren. Zudem ist es Stadtführer:innen untersagt, Lautsprecher oder Megafone zu verwenden. Darüber berichtet der "Guardian". Der Bürgermeister Mauro Manzoni erklärte dem Bericht zufolge: Bei den Einwohner:innen Varennas scheinen die neuen Regeln gut anzukommen. "Am Strand kann man machen, was man will, aber wenn man in der Stadt unterwegs ist und Geschäfte, Restaurants, Kirchen oder den Marktplatz betritt, muss man sich anständig kleiden", zitiert die britische Zeitung mit Verweis auf ein Lokalmedium einen Ladenbesitzer. Und ein anderer betont: "Es war an der Zeit; es ist eine vernünftige Maßnahme. Wichtig ist nur, dass sie auch durchgesetzt wird." Wie der "Guardian" berichtet, ist Varenna nicht der erste italienische Urlaubsort, der entsprechende Maßnahmen ergreift. Bereits 2022 führte etwa Sorrent (in der Nähe von Neapel) Bußgelder gegen Besucher ein, die oberkörperfrei oder in Badekleidung durch die Stadt liefen.

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