Wegen frühem WM-Aus: DFB plant mit fast zehn Millionen Defizit
"Das Defizit liegt bei geplanten 9,4 Millionen Euro, wobei wir das Ist-Ergebnis aus Abrechnungsgründen final erst im Herbst benennen können", sagte DFB-Schatzmeister Stephan Grunwald dem "kicker": "Ins Plus wären wir erst ab dem Finale gekommen." Dabei hatte der Dachverband einen konservativen Haushalt für die Endrunde angelegt, Prämien für das Nationalteam wären zudem erst ab dem Achtelfinale fällig geworden. "Ich habe die Aufgabe, so zu planen, dass auch im schlechten Fall niemand in Panik ausbrechen muss", sagte Grunwald. Nagelsmann-Aus noch nicht in Defizit eingerechnet Die DFB-Auswahl war überraschend bereits im Sechzehntelfinale nach Elfmeterschießen am krassen Außenseiter Paraguay gescheitert. Ein Aus in der ersten K.-o.-Runde hatte Grunwald auch als Grundlage für seinen WM-Finanzplan angenommen. Im Nachgang des Scheiterns endete die Ära von Julian Nagelsmann als Trainer. Dessen Aus ist noch nicht eingerechnet in das WM-Defizit des DFB, wie der Schatzmeister erklärte: "In dieser Rechnung sind Sondereffekte nicht inkludiert, also Abfindungen für unsere bisherigen Trainer oder mögliche Ablösen für neue." DFB geht von schwarzer Null aus Laut "kicker" sollen sich die Zahlungen ans Ex-Trainerteam für die vorzeitige Trennung auf 6,8 Millionen Euro belaufen. Hinzu kommen das Gehalt und möglicherweise eine Ablösesumme für Bundestrainer-Wunschkandidat Jürgen Klopp, der noch als "Head of Global Soccer" beim österreichischen Unternehmen Red Bull unter Vertrag steht.