Wegen Hitze in der Notaufnahme: Zahlen aus Magdeburg zeigen das Ausmaß im Juni
Hitzewelle Juni 2026 In Notaufnahme wegen Hitze: Neue Zahlen zeigen starken Anstieg Stand: 14.07.2026 17:15 Uhr Es ist nun schon die dritte Hitzewelle des Jahres in Deutschland. Gerade bei der zweiten, Ende Juni, haben sich die Temperaturrekorde die Hand geschüttelt – und die Notaufnahmen waren voll. Wie voll, zeigen jetzt Daten des Robert Koch-Instituts, die durch Forschung an der Uni Magdeburg bereitgestellt werden können. von MDR WISSEN/flo Auch im Vergleich zu den bereits durchaus warmen Sommern der vergangenen Jahre erreichen die Werte Ende Juni beispiellose Höhen: Bis zu sechs Prozent der Notfallaufnahmen standen im Zusammenhang mit starker Hitzebelastung. Bei den Über-Achtzigjährigen waren es am 28. Juni sogar jede fünfte bis sechste Einweisung. Zum Vergleich: Diese Anteile an den Notfalleinweisungen liegen deutlich über denen saisonaler Infektionskrankheiten wie Corona oder Grippe. So erreichte der Wert innerhalb der letzten großen Wintergrippewellen der vergangenen Jahre zwischen drei und vier Prozent, wenn auch über einen längeren Zeitraum. Zahl der Hitzetage deutlich gestiegen Die Grundlage bilden täglich aktualisierte Daten aus derzeit über dreißig Notaufnahmen des Netzwerks Universitätsmedizin in ganz Deutschland, Der Austausch erfolgt auf der sogenannten AKTIN-Plattform. Die notwendige Infrastruktur dafür wurde gemeinsam an den Universitäten in Magdeburg und Aachen entwickelt. Im Klimawandel kommt dem Hitzeschutz eine besondere Bedeutung zu: Während zur Mitte des 20. Jahrhunderts drei Tage im Jahr mit mindestens dreißig Grad in Deutschland normal waren, lag der Schnitt in den vergangenen Jahren bei zehn, in einzelnen Jahren auch bei zwanzig Hitzetage.