Wegen Pöbeleien gegen Journalisten: Rechter Streamer von AfD
Die AfD macht einem ihr nahestehenden Video-Streamer, der rund um den Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt Diskussionen auslöste, Auflagen. Der YouTuber, der unter dem Namen „Aktivist Mann“ auftritt, soll demnach nur noch Zugang zu Parteiveranstaltungen bekommen, wenn er „vorab verbindlich zusichert, andere Streamer und Journalisten nicht zu belästigen“, heißt es in einem Beschluss, den der Bundesvorstand der Partei zum Wochenbeginn fasste.
Hält sich „Aktivist Mann“ nicht an eine solche Zusage, droht ihm bei entsprechenden Veranstaltungen ein Rauswurf.
Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtete zuerst über den Beschluss. Demnach fiel dieser im Vorstand einstimmig. „T-Online“ hatte am Sonntag über den Beschlussantrag berichtet. In dessen Begründung hieß es demnach, dass der Streamer offensichtlich das Geschäftsmodell verfolge, Journalisten, die im AfD-Umfeld kritisch gesehen würden, „durch belästigende Fragen und pöbelhaftes Verhalten zur Schau zu stellen“.
Dieses Verhalten entspreche „nicht dem angestrebten Verhaltensstandard unserer Partei“, werde aber mittlerweile der AfD zugerechnet.
Zuletzt nahm Westfal auf der Wahlparty in Magdeburg vor gut einer Woche „Spiegel“-Reporterin Ann-Kathrin Müller ins Visier, attackierte sie minutenlang im Pressebereich, so das RND. Auch Müller berichtet auf der Instagram-Seite vom „Spiegel“ davon und teilt dort ein Video, auf dem dies deutlich zu sehen ist.