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Wegen Verdachts der Urkundenfälschung: Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Linken

Nation

Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Neuköllner Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak (Linke) wegen des Anfangsverdachts der Urkundenfälschung. Konkret soll es um eine falsche Zugangskarte für den Deutschen Bundestag gehen.

Das bestätigte Koçak dem Tagesspiegel auf Anfrage. Die Berliner Staatsanwaltschaft teilte mit, dass sie gegen einen 47-jährigen Abgeordneten des Bundestages ein Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts der Urkundenfälschung eingeleitet habe. Den Namen nannte die Behörde nicht. Zuerst hatte die „B.Z.“ berichtet.

Nach Darstellung Koçaks handelt es sich um ein Missverständnis. Der Abgeordnete habe unter dem Motto „Rollentausch“ ein Social-Media-Video mit einem Kioskbesitzer gedreht, teilte er in einem Statement mit.

„Um diesen Rollentausch auch bildlich festzuhalten, überreichte der Kioskbesitzer MdB Koçak ein Namensschild mit dem Logo seines Kiosks. Im Gegenzug erhielt der Kioskbesitzer symbolisch eine vom Büro Koçak gebastelte Requisite ,Bundestagsausweis’ in grüner Farbe, der ausdrücklich nicht dem offiziellen Bundestagsausweis ähnelt“, hieß es.

Um dieses Video geht es

Dieser gebastelte Ausweis sei beim Einlass in den Bundestag gesehen worden. Aus diesem Umstand sei offenbar der nun erhobene Vorwurf entstanden. „Der Kioskbesitzer war ordnungsgemäß angemeldet und betrat den Bundestag ganz regulär unter Vorlage seines amtlichen Ausweisdokuments“, hieß es weiter.

In dem Video unter dem Titel „Ferat Tausch“ wird gezeigt, wie Koçak seinen Job mit einem Neuköllner Späti-Besitzer tauscht. Während Koçak in den Späti eingewiesen wurde, besuchte der Späti-Besitzer den Bundestag und verbrachte Zeit in Koçaks Büro. Das Video ist auf den Social-Media-Kanälen Koçaks weiter abrufbar. (mit dpa)

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