DAX -0,56 % 25.983,04 Pkt 18:00:00 MDAX -0,39 % 31.715,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,35 % 6.422,06 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,08 % 52.769,52 Pkt 21:58:16 S&P 500 -0,66 % 7.641,07 Pkt 21:58:13 Nasdaq -0,88 % 26.059,49 Pkt 21:58:16 Nikkei +1,36 % 66.216,79 Pkt 08:45:03 Gold +2,06 % 4.582,10 USD 21:48:04 Silber +3,71 % 68,18 USD 21:47:50 Brent +2,11 % 93,55 USD 21:48:05 WTI +0,93 % 86,63 USD 21:48:11 Bitcoin +4,86 % 72.629,61 USD 21:58:08 EUR/USD +0,88 % 1,16810 USD 21:57:53 EUR/GBP +0,19 % 0,85680 GBP 21:58:17 EUR/CHF -0,57 % 0,93480 CHF 21:58:16 EUR/JPY +0,61 % 185,818 JPY 21:58:17

Weißer Hautkrebs nimmt zu: UV-Belastung erhöht das Risiko

Wirtschaft

Nicht jede Hautveränderung ist gleich Hautkrebs. Es gibt auch gutartige Veränderungen wie Muttermale oder Alterswarzen. Doch bösartige Haut­tumoren werden immer häufiger dia­gnos­ti­ziert. Mediziner unterscheiden verschiedene Arten von bösartigen Hauttumoren. Mit Abstand zur häufigsten Krebsart gehört der weiße Hautkrebs. Dazu zählen das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom mit seinen Vorstufen, wie der ­aktinischen Keratose und Morbus Bowen. Datenlage Hautkrebs zählt zu den häufigsten Tumorerkrankungen hierzulande. Das Melanom, also der schwarze Hautkrebs, ist seltener als andere Hautkrebsarten, aber deutlich aggressiver und verursacht einen großen Teil der hautkrebsbedingten Todesfälle. 2023 erkrankten laut Robert Koch-Insti­tut (RKI) 27.430 Menschen neu an einem Melanom, knapp 3.170 starben daran. An weißem Hautkrebs zählte das RKI in dem Jahr 242.820 Neuerkrankungen und 1.332 Todesfälle. Grundsätzlich kann es jeden Menschen treffen. Doch ultraviolette (UV-)Strahlung durch wiederkehrende intensive Sonnenbelastung, Solariennutzung und insbesondere Sonnenbrände in jungen Jahren erhöht das Risiko für Hautkrebs deutlich. „Beim weißen Hautkrebs ist es vor allem die Summe der ­UV-Belastung über das gesamte ­Leben“, schildert Prof. Dr. Carsten Weishaupt vom Tumorzentrum des Universitätsklinikums in Münster. „Die Haut merkt sich, was sie in jungen Jahren erfahren hat. Betroffene bekommen das meist ab 60 bis 70 Jahren zu spüren.“ Auch schwache UV-Strahlen, die nicht sofort Hautbeschwerden auslösen, begünstigen die spätere Entstehung von Hautkrebs. Daneben spielen weitere Risikofaktoren eine Rolle, wie ein heller Hauttyp, eine genetische Veranlagung sowie ein männliches Geschlecht. Berufskrankheit Seit 2015 zählen Plattenepithelkarzinome sowie deren Vorstufen wie aktinische Keratosen und der Morbus Bowen – wenn sie zahlreich und flächig auftreten – zu den Berufskrankheiten. Voraussetzung für die Anerkennung ist, dass die betroffene Hautstelle über viele Jahre berufsbedingt direkter Sonnenstrahlung aus­gesetzt war. Zu den typischen Berufsgruppen zählen unter anderem Gärtner, Land- und Forstwirte sowie Landmaschinen­mechaniker. Wer erkrankt ist und beruflich viel im Freien gearbeitet hat, sollte prüfen, ob eine Anerkennung als Berufskrankheit möglich ist. Das Basaliom beginnt als kleiner, hautfarbener, örtlich begrenzter Knoten, auf dessen Oberfläche winzige Blutgefäße zu sehen sind. Es kann überall am Körper ent­stehen, tritt jedoch meist dort auf, wo die Haut UV-Strahlung ausgesetzt war. Es entwickelt sich oft im Gesicht, insbesondere an Nase, Wangen und bei lichtem Haar auf der Kopfhaut. Schreitet die Hautkrebserkrankung voran, sinkt die Oberfläche des Knotens mit der Zeit in der Mitte ein. Es bildet sich eine Mulde mit wallartigem Rand, der mit kleinen Gefäßen durchzogen ist. Im Grund der Mulde bilden sich Krusten, die auch bluten können. Die durch UV-Strahlung verursachten Hautveränderungen zeigen sich bei der aktinischen Keratose durch raue, schuppige, rötliche oder hautfarbene Stellen, die sich oft wie Sandpapier anfühlen. Sie sind meist klein, können jucken, brennen oder auch leicht stechen. Die Weiterentwicklung zum Krebs verläuft ohne klare Abstufungen. Die Haut verhornt zunehmend und der Tumor wächst nach oben und in die Tiefe. Ihre Meinung ist gefragt Was denken Sie über dieses Thema? Was beschäftigt Sie aktuell? Schreiben Sie uns Ihre Meinung, Gedanken, Fragen und Anmerkungen. Wir behalten uns vor, Beiträge und Einsendungen gekürzt zu veröffentlichen.

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