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Welche Chancen die Demokraten laut Meinungsforschern haben

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Möglicher Erdrutschsieg der Demokraten bei den Midterms? Was die Umfragen sagen

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Vor den Midterms wird über zukünftige Mehrheitsverhältnisse spekuliert. Die Demokraten rechnen sich Chancen aus, doch es könnte für eine Mehrheit knapp werden.

Washington, D.C. – Die Demokraten mögen zwar als Favoriten für eine Senatsmehrheit bei der Wahl am 3. November gelten, doch eine Prognose legt nahe, dass ihnen nur ein Sitz zu einer deutlichen Mehrheit von 55 zu 45 fehlen könnte. Eine Woche vor dem Wahltag erwartet Vote-Scope, dass die Demokraten 54 Sitze erringen werden. Die veröffentlichte Spanne reicht von 48 bis 55 Sitzen, womit das höhere Ergebnis am optimistischen Rand der Modellprognose liegt.

Zwei unabhängige Meinungsforschungsexperten erklärten gegenüber Newsweek jedoch, dass 55 Sitze weiterhin unwahrscheinlich seien. Lee Miringoff, Direktor des Marist Institute for Public Opinion, sagte, dies liege „wahrscheinlich jenseits des Realistischen“. Patrick Ruffini, Mitgründer des Meinungsforschungsunternehmens Echelon Insights, schätzte die Wahrscheinlichkeit auf „etwa eins zu zehn“.

Für eine Mehrheit von 51 Sitzen müssen die Demokraten netto vier Sitze hinzugewinnen. Um 55 zu erreichen, müssten sie acht Sitze erobern, ohne zum Ausgleich einen eigenen zu verlieren. Die Partei wäre also gezwungen, zunächst sämtliche von ihr gehaltenen Sitze zu verteidigen und darüber hinaus mehrere Wahlkämpfe in republikanisch geprägten Bundesstaaten zu gewinnen.

Bei Zwischenwahlen tut sich Präsidentenpartei schwehr

Die Partei des Präsidenten, in diesem Jahr Donald Trump, hat es bei Zwischenwahlen üblicherweise schwer. Das verschafft den Demokraten landesweit günstige Rahmenbedingungen, doch die Verteilung der zur Wahl stehenden Senatssitze zwingt sie, tief in republikanischem Stammland anzutreten. Historische Aufzeichnungen zeigen, dass die Partei im Weißen Haus bei 15 der 23 Zwischenwahlen von 1934 bis 2022 Senatssitze verlor. Allerdings war dieses Muster im Senat weniger beständig als im Repräsentantenhaus.

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Kontaktieren Sie die Newsweek-Redakteure zu diesem Artikel: Daniel Orton und Trevor Davies. Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com

Die Reporter und Redakteure von Newsweek haben einen KI-Assistenten zur Erstellung dieses Artikels eingesetzt.

Die zentrale Senatsprognose von Vote-Scope, aktualisiert am 23. Oktober, sagt den Demokraten 54 Sitze voraus, bei einer Spanne von 48 bis 55 und einer Wahrscheinlichkeit von 71 Prozent für eine Mehrheit. Sie beruht auf 529 Umfragen und 50.000 Simulationen. Die Methodik gewichtet Umfragen nach Qualität, Stichprobengröße und Aktualität und korrigiert die Ergebnisse anschließend um gemessene systematische Einflüsse der jeweiligen Meinungsforschungsinstitute.

Was die aktuellen Prognosen vor den Midterms am 3. November zeigen

Die Senatsprognose von Fred Cornell erwartet 52 Sitze für die Demokraten und beziffert ihre Chance, mindestens 51 zu gewinnen, auf 66 Prozent. In 95 Prozent ihrer Simulationen erreichen die Demokraten zwischen 45 und 58 Sitze. Die Konsensprognose von 270toWin, die Einschätzungen von sieben Prognoseanbietern zusammenführt, ordnet unterdessen 49 Sitze den Demokraten zu und stuft fünf Rennen als völlig offen ein.

Keiner dieser Anbieter veröffentlicht, wie häufig ein Ergebnis von 55 Sitzen für die Demokraten vorkommt. Ihre Zahlen zeigen, dass ein solches Ergebnis möglich bleibt, beziffern aber nicht dessen genaue Wahrscheinlichkeit. Ruffini zufolge verdeutlichen die Prognosen den großen Unterschied zwischen einer Übernahme der Senatskontrolle durch die Demokraten und dem Erreichen einer deutlichen Mehrheit. „51 Sitze zu erreichen, ist für die Demokraten eine Fifty-fifty-Chance oder etwas besser“, sagte er. „Für 55 müssten die Umfragen die Demokraten ausgerechnet in jenen Bundesstaaten des Mittleren Westens unterschätzen, in denen sie historisch am stärksten überschätzt wurden.“

Zwischenwahlen am 3. November: Der Weg der Demokraten von 47 zu 55 Sitzen

Um eine deutliche Mehrheit von 55 Sitzen zu erreichen, müssten die Demokraten jeden ihrer derzeitigen Sitze halten, darunter auch in potenziell umkämpften Rennen in Georgia, Michigan, Minnesota und New Hampshire. Die vier wichtigsten Chancen auf zusätzliche Sitze liegen in North Carolina, Maine, Ohio und Texas. Selbst Siege in all diesen Rennen würden aber nur 51 Sitze einbringen – genug für die Kontrolle des Senats, jedoch weiterhin vier weniger als 55.

Ruffini nannte Alaska, Iowa und Kansas als die nächsten aussichtsreichsten Möglichkeiten, gefolgt von Florida oder Nebraska. Nebraska bringt eine zusätzliche Schwierigkeit mit sich, weil der unabhängige Kandidat Dan Osborn erklärt hat, sich keiner der beiden Fraktionen anschließen zu wollen. Miringoff bezeichnete Michigan und Texas als beachtenswerte Rennen und ergänzte: „Die Demokraten müssen Kansas wahrscheinlich zu einem umkämpften Bundesstaat machen, um auf 55 zu kommen.“

Vor den Midterms: Die republikanische Verteidigungslinie

Iowa könnte die Grenze zwischen einer deutlichen Mehrheit und einem Erdrutschsieg markieren. Ruffini sagte, Texas und Ohio könnten den Demokraten den 51. und 52. Sitz bringen, weil ihnen dort Vorteile bei der Qualität ihrer Kandidaten zugeschrieben würden. Iowa sei schwieriger, weil sowohl die jüngsten parteipolitischen Grundbedingungen als auch die bisherigen Umfragefehler gegen die Partei sprächen.

„Wenn die Demokraten Iowa gewinnen, wird Kansas realistisch, und 55 Sitze sind möglich“, sagte Ruffini. „Wenn sie Iowa verlieren, liegt die Obergrenze ungefähr bei 53.“ Seine Skepsis beruht teilweise auf der bisherigen Treffgenauigkeit der Umfragen. Laut Ruffini überschätzten 73 Prozent der Umfragen von 2018 bis 2024 die Demokraten. Betrachtet man Iowa, Ohio und Michigan zusammen, lag dieser Anteil sogar bei 93 Prozent.

Was sich ändern müsste

Ruffini schätzte, dass die Demokraten bei der landesweiten Stimmenverteilung für das Repräsentantenhaus wahrscheinlich einen Vorsprung von zehn bis 12 Prozentpunkten benötigen würden. Die öffentlich verfügbaren Senatsumfragen deuteten ihm zufolge dagegen auf ein politisches Umfeld hin, das eher einem Vorsprung von acht Punkten entspreche. Eine landesweite Welle würde dazu führen, dass sich umkämpfte Rennen gemeinsam verschieben, und so gleichzeitige Durchbrüche statt acht voneinander unabhängiger Überraschungssiege ermöglichen.

Derselbe Zusammenhang würde den Weg der Partei jedoch rasch zunichtemachen, sollte einer der dafür notwendigen Bausteine wegbrechen. Der wahrscheinlichste Mechanismus wäre laut Ruffini ein Einbruch der Wahlbeteiligung unter Wählern mit geringer und mittlerer Wahlneigung, die 2024 Präsident Donald Trump unterstützten, aber nicht regelmäßig an Zwischenwahlen teilnehmen. „Die Koalition von 2024 war auf Wähler angewiesen, die normalerweise bei Zwischenwahlen nicht zur Wahl gehen“, sagte er. „Wenn die Probleme der Republikaner darüber hinaus auch diejenigen erfassen, die zumindest manchmal an Zwischenwahlen teilnehmen, ist dieses Szenario nicht mehr undenkbar.“

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