Welche Himmelsspektakel stehen 2026 noch an? Mondfinsternis, Supermonde und mehr
Heilbronn Kurz nacheinander gab es Mitte August gleich zwei Himmelsphänomene über Heilbronn zu beobachten. Am Mittwochabend (12. August) hat es Tausende in der Region für die partielle Sonnenfinsternis nach draußen gezogen. In der Nacht auf Donnerstag haben dann die Perseiden ihren Höhepunkt erreicht: Hunderte Sternschnuppen konnten am Nachthimmel beobachtet werden. Ende August steht bereits das nächste große Himmelsspektakel bevor. Welche Ereignisse gibt es 2026 noch am Nachthimmel zu beobachten? Ein Überblick, welche Himmelsphänomene bis Ende des Jahres noch anstehen. Partielle Mondfinsternis steht Ende August 2026 bevor – Phänomen am frühen Morgen zu sehen In den frühen Morgenstunden am 28. August (Freitag) ist eine partielle Mondfinsternis zu sehen. Einen besonderen Blick bietet die Sternwarte in Heilbronn. Der Eintritt des Mondes in den Kernschatten der Erde erfolgt um 4:34 Uhr, der Austritt um 7:52 Uhr. Zum Höhepunkt der Finsternis um 6:13 Uhr befindet sich der Vollmond mit 94 Prozent seines scheinbaren Durchmessers im Kernschatten der Erde. Es handelt sich somit fast um eine totale Mondfinsternis, erklärt die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Weitere Sternschnuppennächte stehen bevor: Meteorstrom der Leoniden und Geminiden Nachdem die Perseiden ihren Höhepunkt erreicht haben, sind sie dennoch ein paar weitere Nächte zu sehen – bis zum 24. August. Wer die Perseiden verpasst hat oder einfach nicht genug von den Sternschnuppen bekommt, hat im November und Dezember weitere Chancen. Vom 13. bis 30. November treten am Morgenhimmel die Leoniden in Aktion. Ihr Radiant liegt im Löwen nordöstlich von Regulus. Das Maximum wird am 17. November erreicht – dann ist mit zehn bis 15 Meteoren pro Stunde zu rechnen. Vom 7. bis 17. Dezember macht sich der Strom der Geminiden bemerkbar. Ihr Ausstrahlungspunkt liegt in den Zwillingen südwestlich von Kastor. Das Maximum ist in der Nacht vom 13. auf 14. Dezember. Stündlich werden bis zu 120 Meteore erwartet. Besonders groß und hell: Supermond im November und an Heiligabend 2026 „2026 wird der hellste Vollmond des Jahres ausgerechnet an Heiligabend leuchten“, heißt es bei sterngucker.de. Durch seine Erdnähe erscheint der Vollmond besonders groß – bis zu 14 Prozent größer und rund 30 Prozent heller als ein „normaler“ Vollmond. Die Distanz zur Erde beträgt ungefähr 356.700 Kilometer. Der Supermond an Heiligabend wird auch „kalter Mond“ genannt. Der nächste Supermond ist bereits am 24. November. Er wird auch „Bibermond“ genannt und ist der erste Supermond des Winters. Allerdings erscheint der November-Supermond ein bisschen kleiner – die Distanz zur Erde beträgt etwa 360.800 Kilometer. Welche Planeten sind bis Ende 2026 am Nachthimmel zu sehen? Venus spielt von Februar bis Anfang Oktober ihre Rolle als Abendstern. Mitte September strahlt sie in maximalem Glanz am Abendhimmel. Von November bis über das Jahresende hinaus ist sie Morgenstern. In der zweiten Augusthälfte und der ersten Dezemberhälfte ist Merkur am Morgenhimmel sichtbar. Mitte August taucht auch der Riesenplanet Jupiter wieder am Morgenhimmel auf. Mars ist zu Jahresbeginn zunächst unsichtbar und wird erst allmählich wieder beobachtbar. Im Juli tauchte er am Morgenhimmel auf – bis Jahresende wird er zum Planeten der gesamten Nacht. Saturn steht am 4. Oktober in Opposition zur Sonne und ist die ganze Nacht über am Himmel zu sehen. Bis über das Jahresende ist der Ringplanet am Abendhimmel vertreten. Polarlichter im Winter auch über Deutschland möglich Anfang 2026 waren bereits mehrfach Polarlichter über Deutschland zu sehen – sogar über Heilbronn. Im März waren die Grundbedingungen besonders gut, auch in Baden-Württemberg einen Blick auf das bunte Spektakel zu erhaschen. Auch im Winter 2026/2027 wird es sicher wieder Gelegenheiten geben, Polarlichter zu sehen. In welcher Nacht lässt sich allerdings kaum vorhersagen.