Welche Modelle es 2026 noch gibt
Autos werden immer teurer. So gibt es nur noch 16 Neuwagen unter 20.000 Euro. Welche Autos das sind und welche Vor- und Nachteile sie haben, sagt der ADAC. Günstige Autos oft Basismodelle mit wenig Ausstattung Nur wenige Familienautos für unter 20.000 Euro erhältlich Aktuell billigster Neuwagen ist der Dacia Sandero Wer heute einen neuen Pkw kaufen möchte, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen als noch vor ein paar Jahren. Ein Beispiel: Noch 2018 war Deutschlands beliebtestes Modell, der VW Golf, für weniger als 20.000 Euro zu bekommen. Heute kostet die günstigste Golf-Version knapp 30.000 Euro. Was bekommt man heute überhaupt noch für weniger als 20.000 Euro? Nicht mehr viel, zumindest was die reine Anzahl an Modellen angeht. So sind auf dem deutschen Markt derzeit nur noch 16 Neuwagen zum Listenpreis unterhalb dieser Preisschwelle erhältlich, wie eine aktuelle ADAC Auswertung zeigt. Tabelle: Alle Autos bis 20.000 Euro im Überblick Ein Klick auf den jeweiligen Autonamen führt zu den ausführlicheren technischen Daten im ADAC Autokatalog. Kein deutsches Modell unter 20.000 Euro Darunter findet sich kein einziges Modell eines deutschen Herstellers und übrigens auch kein japanisches. Das günstigste deutsche Auto ist der VW Polo, dessen Grundpreis mit 20.380 Euro (Stand August 2026) knapp über der Schwelle liegt. Hauptsächlich sind es Klein- und Kleinstwagen, die weniger als 20.0000 Euro kosten. Darunter befinden sich sogar drei Modelle mit vollelektrischem Antrieb: Dacia Spring, Leapmotor T03 und Renault Twingo E-Tech Electric. Erfreulich: Auch zwei familientaugliche Autos der unteren Mittelklasse sind dabei. Beide stammen von der Renault-Tochter Dacia. Wer viel Auto für wenig Geld sucht, kommt an Dacia Jogger und Dacia Duster kaum vorbei. Der Jogger ist ein geräumiger Van mit bis zu sieben Sitzplätzen, und der Duster gehört neben dem KGM Tivoli (ehemals SsangYong) und dem Citroën C3 Aircross zu den günstigsten SUVs auf dem deutschen Markt. Galerie: Die günstigsten Autos im Kurz-Check Wissen sollte man aber, dass es sich bei allen aufgeführten Modellen um die jeweiligen Basismodelle handelt. Die meisten dieser Fahrzeuge sind einfach ausgestattet und auf einen günstigen Einstiegspreis ausgelegt. Luxus wie Keyless-Türöffner oder Rundumsicht-Kameras sind daher in der Regel nicht an Bord, manchmal fehlt auch eine Klimaanlage. Das günstigste Auto kommt von Dacia Günstigstes Fahrzeug hierzulande ist der Dacia Sandero mit einem Listenpreis von weniger als 14.000 Euro. Trotz des niedrigen Preises handelt es sich um einen vollwertigen Kleinwagen, der die Anforderungen vieler Alltagsfahrer erfüllen kann. Das gilt auch für den Renault Clio, der knapp unter 20.000 Euro bleibt. Der Kleinwagen bietet ausreichend Platz für den Alltag, eine ordentliche Verarbeitung und flotte 115 PS. Fazit Auch wenn die Anzahl der Autos für unter 20.000 Euro deutlich kleiner geworden ist, gibt es nach wie vor noch Modelle zu diesem Preis auf dem Markt. Darunter sind nicht nur reine Verzichtsmodelle, sondern auch vollwertige Erstwagen. Großen Luxus oder eine Verarbeitung auf Premium-Niveau darf man in dieser Preisklasse aber nicht erwarten. Worauf Käufer achten sollten Wer ein günstiges Auto sucht, sollte zunächst den tatsächlichen Platzbedarf hinterfragen. Oft reicht ein kleineres Fahrzeug vollkommen aus. Bei der Ausstattung ist Zurückhaltung möglich: Funktionen wie die Navigation lassen sich heute problemlos über Android Auto oder Apple CarPlay auf dem Smartphone abbilden. Schauen Sie aber genau in die Ausstattungslisten, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Preisnachlässe sind trotz knapper Margen manchmal noch möglich. Fragen Sie danach. Grundsätzlich empfiehlt sich immer eine besonders sorgfältige Probefahrt. Kommt man mit der Bedienung zurecht? Wie ist die Sitzposition? Oft lässt sich bei sehr günstigen Fahrzeugen das Lenkrad nur in der Höhe, nicht aber in der Reichweite verstellen. Ebenso sollte die langfristige Ersatzteilversorgung berücksichtigt werden. Etablierte Marken bieten hier meist mehr Sicherheit. Fachliche Beratung: Maximilian Bauer, ADAC Technik Zentrum