Welche Probleme das Update mit sich bringt
Microsoft hat den Rollout für eine Windows-Aktualisierung gestartet. Wie das Unternehmen in einem Support-Dokument schreibt, steht Windows 11, Version 26H2, jetzt für die Allgemeinheit zur Verfügung. Die Auslieferung des Updates wird wie gewohnt in Wellen ablaufen. Heißt: Einige User:innen bekommen die Aktualisierung schon jetzt, während andere sich noch gedulden müssen. Doch schon jetzt könnte sich die Frage stellen, ob das Warten auf Windows 11 26H2 einen Vorteil mit sich bringt.
Windows 11 26H2: Diese Probleme sind schon bekannt
Denn wie Microsoft im selben Support-Dokument schreibt, gibt es drei bekannte Bugs, die Windows 11 26H2 heimsuchen. Wer das Update installiert, läuft also zwangsläufig Gefahr, dass sie auch den eigenen PC befallen. Der erste Bug stört die Audioausgabe auf Windows-11-Geräten. Betroffen sind davon Headsets, die USB Audio Class 1.0 nutzen.
Durch den Bug funktionieren die Geräte nicht mehr und geben keinerlei Audio aus. Auch angeschlossene Mikrofone versagen den Dienst und der Geräte-Manager zeigt eine Fehlermeldung. Wer versucht, das Ganze in den Sound-Einstellungen von Windows 11 zu beheben, kommt auch nicht weiter. Das Menü friert entweder komplett ein oder stürzt nach kurzer Zeit ab.
Ein weiteres Problem betrifft Windows-11-PCs, die von Administrator:innen in einem Unternehmen gemanagt werden und das Feature „Active Directory“ nutzen. Hier kann es vorkommen, dass der Login sogar mit den korrekten Daten nicht funktioniert und User:innen aussperrt. Zu guter Letzt gibt es einen dritten Bug, der Installationen von Windows 11 über Azure Virtual Desktop betrifft. Nach dem Update lädt der Desktop nicht mehr richtig und User:innen sehen einen schwarzen Bildschirm.
Microsoft hat schon angekündigt, dass alle drei Probleme von Windows 11 26H2 aktiv untersucht werden. Sobald Lösungen bereitstehen, sollen sie per Patch an User:innen ausgeliefert werden. Für Nutzer:innen, die Windows 11 26H2 noch nicht installiert haben, dürfte sich jetzt die Frage stellen, ob sie das Update lieber überspringen sollten, bis eine Lösung gefunden wurde.
Trotz der Probleme solltest du Windows 26H2 nicht auslassen, wenn das Update für deinen PC bereitsteht. Denn die Probleme finden sich nicht nur in der neuen Version des Betriebssystems, sondern wurden schon mit dem September-Update in 24H2- und 25H2-Versionen von Windows integriert. Bei 26H2 handelt es sich lediglich um ein „Enablement Package“. Die vergleichsweise kleine Datei beinhaltet nicht sämtliche Neuerungen von 26H2.
Neue Features wurden schon vorab im Laufe der vergangenen Wochen mit Updates in die alten Versionen von Windows 11 implementiert, allerdings im inaktiven Zustand. Das „Enablement Package“ legt im Grunde nur noch den Schalter um. Zudem betreffen die Fehler aktuell nur eine eingeschränkte Anzahl von User:innen. Für Betroffene bleibt zu hoffen, dass Microsoft schnell eine Lösung für die Bugs in Windows 11 findet.