DAX +0,87 % 26.226,64 Pkt 13:43:53 MDAX +0,15 % 32.558,37 Pkt 13:43:53 Euro Stoxx 50 +0,06 % 6.490,84 Pkt 13:43:45 Dow Jones +3,05 % 54.085,88 Pkt 22:42:17 S&P 500 +3,30 % 7.736,52 Pkt 22:42:18 Nasdaq +4,77 % 26.584,99 Pkt 23:15:59 Nikkei +3,66 % 66.300,44 Pkt 08:45:02 Gold +3,69 % 4.246,60 USD 13:48:50 Silber +3,53 % 62,18 USD 13:48:48 Brent +1,08 % 80,22 USD 13:48:46 WTI +0,51 % 76,16 USD 13:48:53 Bitcoin -0,06 % 64.020,23 USD 13:58:47 EUR/USD +0,43 % 1,15570 USD 13:57:53 EUR/GBP 0,00 % 0,85700 GBP 13:58:53 EUR/CHF +0,18 % 0,93420 CHF 13:58:53 EUR/JPY +0,41 % 182,026 JPY 13:58:52

Welternährungsprogramm Hungerkrise in Afghanistan spitzt sich zu

Welt

Die Hungerkrise in Afghanistan nimmt nach Angaben des Welternährungsprogramms (WFP) immer verheerendere Ausmaße an. Die Kürzung der Entwicklungshilfe vieler Geberländer bedeute, dass das Programm der Vereinten Nationen nur noch einen von neun der insgesamt 14 Millionen unterernährten Menschen in dem Land unterstützen kann, berichtet der WFP-Landesvertreter für Afghanistan, John Aylieff. Dieser Mangel treffe Kinder besonders hart, erklärte Aylieff. "Die Zahl der Kinder, die in Gesundheitszentren eingeliefert werden, steigt rasant an", erklärte Aylieff. Viele kämen zu spät, um noch gerettet zu werden. Die Ernährungskrise in Afghanistan gerate "außer Kontrolle". Nach UN-Schätzung leben mehr als 48 Millionen Menschen in Afghanistan. Die Auszehrung bei Kindern - die gefährlichste Form der Unterernährung - habe mittlerweile "in einem Drittel der Provinzen des Landes ein kritisches Ausmaß erreicht". Das sei ein bislang unerreichtes Ausmaß. Besonders betroffen seien Kinder unter zwei Jahren, so Aylieff. Migration und Radikalisierung als Folgen Die Folgen dürften irgendwann auch über die Landesgrenzen Afghanistans hinaus spürbar werden, warnt Aylieff: "Extremer Hunger treibt Migration und Radikalisierung voran und führt letztendlich zu Instabilität." Diese Instabilität mache nicht vor Grenzen halt. Neben der drastischen Kürzung der Hilfsgelder tragen dem UN-Landesdirektor zufolge auch Konflikte, Handelsbeeinträchtigungen und Zwangsrückführungen aus Nachbarländern - insbesondere Iran und Pakistan - zu dem beispiellosen Ausmaß akuter Unterernährung bei. Im vergangenen Jahr sei die Zunahme der Unterernährung im Vergleich zum Vorjahr so hoch wie nie zuvor gewesen, und in diesem Jahr sei die Lage "noch schlimmer". Mehr Menschen zu ernähren Das WFP habe bislang nur gut ein Zehntel der 900 Millionen US-Dollar (rund 780 Millionen Euro) erhalten, die es für Afghanistan für dieses Jahr veranschlagt hatte, sagte Aylieff. Zwar sei in diesem Jahr mit einer guten Ernte zu rechnen. Das bringe aber keine Erleichterung, wenn man bedenke, dass viel mehr Leute ernährt werden müssen. In den vergangenen drei Jahren seien rund sechs Millionen Afghanen aus Nachbarländern zur Rückkehr in ihr Heimatland gezwungen worden.

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