Weltpremiere in München: Nächster China-Stromer soll VW ärgern
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Erst BYD, jetzt Xpeng: Die chinesischen Autobauer greifen Europas Hersteller immer offensiver an! Ausgerechnet in München feiert der neue Elektro-Crossover L03 seine Weltpremiere. Und das mit einem Kampfpreis, viel Technik und Ladeleistungen, von denen viele europäische Konkurrenten nur träumen können. Für Volkswagen, Škoda, Hyundai und Renault wird die Luft damit noch dünner. Mit einem Einstiegspreis ab 35.600 Euro positioniert sich der 4,65 Meter lange Elektro-Crossover deutlich unter vielen europäischen Rivalen. Zwar verzichtet der L03 auf eine moderne 800-Volt-Architektur, lädt an Schnellladesäulen aber trotzdem mit bis zu 236 kW. Damit lässt sich der Akku in rund 20 Minuten wieder auf 80 Prozent bringen. Xpeng L03: Premiere ausgerechnet in München Dass Xpeng den L03 nicht in China, sondern in München enthüllt, ist kein Zufall. Die Botschaft ist klar: Der Angriff richtet sich direkt gegen Europas Autobauer. Bisher machte sich Xpeng vor allem mit hochwertigen Elektroautos und sehr schnellen Ladezeiten einen Namen. Jetzt folgt mit dem L03 das bislang wichtigste Volumenmodell. „Mit dem neuen Xpeng L03 offerieren wir ein kompakteres und preislich attraktives Einstiegsmodell“, sagt Markus Schrick, Geschäftsführer der Xpeng-Vertriebsregion Central Europe. Basismodell mit 245 PS Schon das Basismodell bietet einen 245 PS starken Elektromotor an der Hinterachse. Die 58-kWh-Batterie ermöglicht bis zu 445 Kilometer Reichweite. Für 3000 Euro mehr gibt es einen 71-kWh-Akku, der die Normreichweite auf 520 Kilometer erhöht. Wer mehr Leistung möchte, greift zum Allradmodell mit 387 PS. Es sprintet in 4,7 Sekunden auf Tempo 100 und kostet ab 41.600 Euro. Deutlich günstiger als die Konkurrenz Preislich setzt Xpeng die etablierten Hersteller unter Druck. Ein Kia EV5 startet erst bei rund 45.000 Euro, ein Škoda Enyaq 60 Essence kostet mindestens 44.000 Euro. Selbst deutlich kleinere Elektroautos europäischer Hersteller bewegen sich inzwischen auf ähnlichem Preisniveau. Besonders spannend: Den L03 wird es auch mit Range Extender geben. Dann treibt ein Elektromotor weiterhin die Hinterräder an, während ein kleiner 1,5-Liter-Benziner ausschließlich als Stromgenerator arbeitet. So soll eine Gesamtreichweite von rund 1000 Kilometern möglich sein, davon etwa 200 Kilometer rein elektrisch. Viel Platz, große Bildschirme Mit 4,65 Metern Länge und 2,85 Metern Radstand bietet der Xpeng L03 überraschend viel Platz. Vorne gibt es Komfortsitze mit Massage- und Klimafunktion, dazu einen 15,6-Zoll-Touchscreen, ein 8,8-Zoll-Fahrerdisplay und ein großes Head-up-Display. Der Kofferraum fasst 539 Liter, zusätzlich gibt es einen 102 Liter großen Frunk unter der Fronthaube. Zwar wirken einige Materialien noch etwas einfacher als bei europäischen Konkurrenten, insgesamt hinterlässt der Chinese aber einen modernen Eindruck. Fazit Der Xpeng L03 zeigt, wie groß der Druck auf Europas Hersteller inzwischen geworden ist. Viel Technik, hohe Ladeleistung und attraktive Preise – genau damit wollen die chinesischen Marken künftig noch mehr Kunden gewinnen.