Programmiersprache PHP: IT-Sicherheitslücke! Charité schaltet Website ab
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Berlin – Gefährliche Sicherheitslücken sorgen bundesweit für Abschaltungen! Zahlreiche Behörden, Universitäten und Krankenhäuser haben ihre Internetseiten am Mittwoch vorsorglich vom Netz genommen. Betroffen sind unter anderem mehrere Landesregierungen, Städte und die Berliner Charité. Der Grund: Zwei schwere Fehler in der weitverbreiteten Programmiersprache PHP. Kriminelle könnten die Schwachstellen ausnutzen, um Webseiten zu übernehmen und persönliche Daten zu stehlen.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt sogar vor einer möglichen massiven Angriffswelle! Vizepräsident Thomas Caspers hält es für wahrscheinlich, dass Kriminelle die Sicherheitslücken bereits wenige Stunden nach Veröffentlichung der Sicherheitsupdates großflächig ausnutzen. Mithilfe Künstlicher Intelligenz könnten Angreifer die Updates blitzschnell untersuchen und neue Angriffsmethoden entwickeln.
Behörden und Städte ziehen den Stecker
Die Gefahr sorgt bundesweit für Abschaltungen. Mainz nahm sein Internetportal und weitere Online-Dienste vom Netz, Dresden schaltete städtische Internetangebote ab. In Hessen waren das Landesportal und Ministeriumsseiten betroffen. Auch Bayern und Baden-Württemberg schalteten Regierungsseiten ab. In Thüringen gingen Webseiten der Staatskanzlei, mehrerer Ministerien, Behörden und der Landespolizei vom Netz.
Auch die Unikliniken Freiburg, Heidelberg und Mannheim reagierten. Die Uni Freiburg schaltete zentrale Online-Dienste ab, die Ruhr-Uni Bochum sperrte ihre Webseiten für Zugriffe von außerhalb des Uni-Netzes.
Ausgerechnet KI entdeckte die Sicherheitslücke
Überraschend: Künstliche Intelligenz half selbst dabei, die Gefahr aufzuspüren! Das teilte der ChatGPT-Entwickler OpenAI am Mittwoch mit. Sicherheitsforscher entdeckten mithilfe eines KI-Modells eine der Schwachstellen. Rund zwei Monate wurde anschließend mit weiteren Experten an Schutzmaßnahmen gearbeitet.
Notfall-Updates gegen Sicherheitslücke veröffentlicht
Die gute Nachricht: Inzwischen gibt es einen Schutz. Die PHP-Entwickler haben vier Notfall-Updates veröffentlicht, die die Sicherheitslücken schließen. Betreiber müssen sie allerdings erst installieren. Bis dahin sollten gefährdete Webseiten notfalls abgeschaltet bleiben. Für normale Internetnutzer besteht zunächst kein direkter Handlungsbedarf. Die Fehler stecken auf Webservern, nicht im eigenen Handy oder Computer.