DAX +0,41 % 26.440,31 Pkt 18:00:00 MDAX +0,40 % 32.464,39 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,09 % 6.539,59 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 53.732,41 Pkt 22:41:05 S&P 500 +0,48 % 7.785,76 Pkt 22:39:27 Nasdaq +0,53 % 26.729,16 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,59 % 68.713,80 Pkt 08:45:03 Gold +1,30 % 4.437,30 USD 23:00:00 Silber +0,18 % 65,11 USD 22:59:58 Brent 0,00 % 88,52 USD 22:59:58 WTI 0,00 % 82,40 USD 22:59:59 Bitcoin -0,05 % 62.995,15 USD 16:09:45 EUR/USD +0,37 % 1,15730 USD 23:29:57 EUR/GBP +0,11 % 0,85480 GBP 00:09:58 EUR/CHF +0,34 % 0,94060 CHF 23:29:57 EUR/JPY +0,38 % 184,365 JPY 23:29:57

Wenn in Kuba das Stromnetz ausfällt, halten Solaranlagen und Batterien die Wirtschaft am Laufen

Technologie

Die schwierige Situation um Kubas staatliches Stromnetz zwingt Unternehmer dazu, ihre eigenen Energielösungen zu finden. „Yahoo News“ berichtet, dass kubanische Unternehmen sich immer mehr Dach-Photovoltaik und Batteriespeichern zuwenden, um ihren Betrieb auch in Zeiten wiederholter Blackouts aufrechtzuerhalten. Das Wichtigste im Überblick: Die USA haben Öllieferungen nach Kuba blockiert. Dadurch leidet das Land unter verstärkten Blackouts. Jetzt behelfen sich die Unternehmen selbst: mit Photovoltaik. Erneuerbare Energien machen schon zehn Prozent des kubanischen Strom-Mixes aus. Photovoltaik soll Kubas Energiekrise abschwächen Die Inselnation erlebt derzeit eine schwere Energiekrise. Verstärkt wir diese von einer Blockade der US-Regierung. Das hat eine erhebliche Instabilität im Stromnetz ausgelöst: Immer wieder fällt der Strom aus. Haushalte sind davon ebenso betroffen wie Unternehmen und Krankenhäuser – und der Warenhandel. Nachts versinken ganze Städte im Dunkeln, mit Ausnahme der Hauptstadt Havanna. Mittels Solaranlagen können die Haushalte und Unternehmen Unterbrechungen in der Stromversorgung überbrücken. Wichtige Geräte können so weiterlaufen. Für Kuba werden solche kleinkalibrigen Anlagen mehr als nur eine Nischenoption. „Die Verkäufe steigen hauptsächlich wegen der gestiegenen Nachfrage“, sagt ein Verkäufer für Photovoltaik-Systeme gegenüber „Yahoo“. „Die Energieversorgung in Kuba ist seit vielen Jahren sehr eingeschränkt und es wird nur schlimmer. Der dadurch entstehende Bedarf wird durch Solarstrom gedeckt.“ ANZEIGE ANZEIGE China unterstützt Kubas Solar-Offensive Woher kommen die Module dafür? Medienberichten zufolge spielt China dabei eine wichtige Rolle und beschleunigt eine Revolution der sauberen Energien. Der Thinktank Ember sprach sogar von einer der „schnellsten Solar-Revolutionen” des Planeten. Zwar ist Kuba immer noch extrem abhängig von fossilen Energieträgern, aber der wirtschaftliche Druck könnte dazu führen, die Energiewende zu beschleunigen. Erneuerbare Energien machen mittlerweile grob zehn Prozent des kubanischen Strom-Mixes aus. Im Jahr 2024 waren es noch drei Prozent gewesen. „Es ist ein sehr schneller Boom”, zitiert „CNN” Kevin Cashman, einen Ökonomen beim Transition Security Project. Bis 2030 soll der Anteil auf 24 Prozent wachsen. Kuba in Isolation Früher konnte Kuba sich trotz der Streitigkeiten mit den USA auf Öllieferungen aus Mexiko und Venezuela verlassen. Die schrumpften jedoch, nachdem die USA höhere Zölle für diejenigen Länder angedroht hatten, die Kuba beliefern. Außerdem hatte das Weiße Haus Anfang 2026 den venezolanischen Machthaber Nicolás Maduro festgenommen. Ohne das gelieferte Öl ging Kubas Stromversorgung zugrunde. „Kuba ist sogar isolierter als nach Jahren von Sanktionen der USA“, schrieb das Nachrichtenportal „NPR“, als die USA im Winter 2025 den Druck gegen Venezuela erhöht hatten. Das Land gehörte lange zu den wichtigsten Handelspartnern Kubas. US-Blockade schwächt Kubas Wirtschaft Hinter alldem steckt eine langjährige Feindschaft zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten. Die USA betrachten die Inselnation als Gegner, der wiederum Gegnern der USA einen sicheren Hafen bietet. Seit langer Zeit liegen schwere wirtschaftliche Sanktionen auf Kuba, die die heimische Wirtschaft lange vor dem Öl-Engpass geschwächt haben. Ein CIA-Offizieller soll zu „CBS News“ gesagt haben, dass Kuba „fundamentale“ Veränderungen durchmachen müsse, ehe die USA bereit für ein Entgegenkommen sei. Beide Seiten hätten zwar angedeutet, Interesse an bilateraler Kooperation der Justizbehörden der Länder zu haben, aber Kuba dürfe „kein sicherer Hafen für Gegner in der westlichen Hemisphäre“ mehr sein. Damit meinen die USA Länder wie Russland und China, mit denen Kuba sich über die Jahre stärker verknüpft hatte.

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