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Wer bekommt ihn?

Allgemein

Microsoft hat am 14. Oktober die Unterstützung für Linux-Desktops in Microsoft Defender for Endpoint angekündigt. Die Sicherheitslösung, die bislang vor allem auf Linux-Servern eingesetzt wurde, soll künftig auch Arbeitsrechner mit Linux absichern. Eine öffentliche Vorschau steht bereits zur Verfügung. Allerdings richtet sich das Angebot nicht an alle Linux-Nutzer.

Microsoft Defender für Linux: Was steckt in der neuen Version?

Grundsätzlich ist Microsoft Defender unter Linux keine Neuheit. Die Sicherheitssoftware lässt sich bereits seit mehreren Jahren auf entsprechenden Servern einsetzen. Neu ist hingegen die offizielle Unterstützung für Desktop-Systeme, etwa auf Arbeitsrechnern von Entwicklern.

Microsoft verwendet dafür denselben Client, der bereits auf Linux-Servern zum Einsatz kommt. Eine separate Desktop-Version ist nicht erforderlich. Stattdessen erkennt die Software anhand verschiedener Systemeigenschaften, ob es sich um einen Server oder eine Workstation handelt.

Dabei berücksichtigt Defender unter anderem Informationen zur verwendeten Linux-Distribution, vorhandene Lizenzen und bestimmte Systemeinstellungen. Kann ein Rechner nicht eindeutig als Workstation identifiziert werden, erfolgt laut Microsoft standardmäßig eine Einstufung als Server.

Beim Funktionsumfang gibt es gegenüber der Serverversion keine grundsätzlichen Unterschiede. Neben einem klassischen Virenschutz stehen unter anderem Endpoint Detection and Response (EDR), Bedrohungsanalysen und die Verwaltung von Sicherheitslücken zur Verfügung.

Administratoren können über Advanced Hunting nach verdächtigen Aktivitäten suchen, Geräte untersuchen und betroffene Systeme bei Bedarf vom Netzwerk isolieren. Die Verwaltung erfolgt über die bestehende Microsoft-Defender-Infrastruktur. Damit lassen sich Linux-Desktops in die Sicherheitsüberwachung eines Unternehmens aufnehmen.

Welche Linux-Distributionen werden unterstützt?

Bei den unterstützten Betriebssystemen übernimmt Microsoft die bisherige Liste der Linux-Server. Dazu gehören unter anderem Ubuntu LTS, Debian, Fedora, Red Hat Enterprise Linux, SUSE Linux Enterprise Server und openSUSE Leap.

Die Kompatibilität hängt von der jeweiligen Distribution und deren Version ab. Beispielsweise unterstützt Microsoft Ubuntu LTS von Version 16.04 bis 26.04 auf x64-Systemen. Bei Fedora reicht die Liste von Version 33 bis 44, während Debian in den Versionen 9 bis 13 aufgeführt wird.

Welche Desktop-Oberfläche verwendet wird, spielt dagegen keine Rolle. Gnome und KDE Plasma stehen der Nutzung entsprechend nicht grundsätzlich im Weg.

Für Linux-Gamer gibt es allerdings eine Einschränkung: SteamOS, Arch Linux und CachyOS sind in Microsofts offizieller Unterstützungsliste nicht aufgeführt. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Software auf diesen Systemen nicht funktioniert. Einen regulären Support stellt Microsoft dafür jedoch nicht in Aussicht.

Auch angepasste Linux-Distributionen, die auf einer offiziell unterstützten Variante basieren, könnten Defender ausführen. Microsoft weist allerdings darauf hin, dass solche Systeme außerhalb der regulär geprüften Konfigurationen liegen. Bei Problemen kann eine Reproduktion auf einer unveränderten, unterstützten Distribution erforderlich sein.

Bei der Installation gelten die bisherigen Voraussetzungen der Linux-Version. Microsoft nennt mindestens einen CPU-Kern, 1 GiB Arbeitsspeicher und 2 GB freien Speicherplatz. Für anspruchsvollere Arbeitslasten können zusätzliche Ressourcen erforderlich sein.

Die Bereitstellung kann über das Defender Deployment Tool oder bereits bestehende Installationsverfahren erfolgen. Die Desktop-Unterstützung befindet sich derzeit noch in der Public Preview. Einen Termin für die allgemeine Verfügbarkeit hat Microsoft bislang nicht genannt.

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