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Wer ein Samsung-Handy hat, sollte den Akkuschutz aktivieren

Technologie

Samsung-Smartphones haben eine Akkuschutzfunktion, mit der du die Lebensdauer deines Akkus erhöhen kannst. Hier erfährst du, wie du die Einstellung auf deinem Android-Gerät aktivierst und welche der drei Varianten (Standard, Maximum, Schlafzeitschutz) am besten zu dir passt.

Bestimmt hast du das auch schon mal gemacht: Du legst dein Samsung-Handy abends ans Ladegerät und am nächsten Morgen, wenn du aufwachst, ist es voll geladen. Klingt unproblematisch, ist es aber nicht. Denn normalerweise braucht dein Smartphone nicht die ganze Nacht, um sich aufzuladen. Womöglich hängt es jede Nacht stundenlang am Netz, obwohl der Akku bereits zu 100 Prozent voll ist. Genau das könne jedoch die Lebensdauer des Akkus verkürzen, warnt Samsung, und bietet deshalb die Funktion Akkuschutz auf seinen Geräten an, die das Laden stoppt, sobald es schädlich wird.

So aktivierst du den Akkuschutz auf Samsung-Smartphones

Üblicherweise gelangst du über Einstellungen → Akku → Akkuschutz zu der Funktion. Die genauen Menünamen können jedoch je nach Gerät und Softwareversion abweichen. Wir haben das Feature mit einem etwas älteren Modell, dem Galaxy A04s mit One UI 6.1 getestet. One UI 6.1 ist ein Samsung-spezifisches Betriebssystem, das auf Googles Android 14 basiert. Es erschien im Januar 2024. Fehlt die Funktion, ist dein Smartphone möglicherweise noch älter, auf neueren Geräten dürfte die Option zur Verfügung stehen.

Akkuschutz ist aber nicht gleich Akkuschutz: Samsung bietet – je nach One-UI-Version – gleich drei verschiedene Varianten an: Standard, Maximum und Schlafzeitschutz.

Standard: volle Kapazität für lange Tage

Im Modus Standard lädt das Gerät laut Samsung zunächst bis 100 Prozent und stoppt dann. Sinkt der Ladestand während des Anschlusses auf 95 Prozent, beginnt es erneut zu laden. Dieser Modus passt zu dir, wenn du morgens oder vor einem langen Tag möglichst viel Reserve brauchst. Denn so stellst du sicher, dass du mit mindestens 95 Prozent in den Tag startest.

Maximum: das Ladelimit selbst festlegen

Im Modus Maximum endet der Ladevorgang am eingestellten Limit. Samsung nennt dafür 80, 85, 90 und 95 Prozent. Ab One UI 7.0 soll die Auswahl dieser vier Grenzen verfügbar sein. Bei unserem Testhandy mit One UI 6.1 gab es diese Auswahl nicht. Hier war Maximum vordefiniert auf 80 Prozent.

Ein Limit von 80 Prozent stellt dir weniger Energie für den Tag bereit als eine vollständige Ladung. Wenn du tagsüber wenig Lademöglichkeiten hast, kann das zum Problem werden. 85 oder 90 Prozent können ein praktischer Kompromiss sein, wenn dir 80 Prozent zu knapp sind.

Schlafzeitschutz: nachts begrenzen, morgens voll starten

Der Schlafzeitschutz stoppt den Ladevorgang während deiner Schlafenszeit bei etwa 80 Prozent. Kurz vor dem erwarteten Aufwachen lädt das Gerät laut Samsung weiter bis 100 Prozent. So soll es nachts nicht über längere Zeit vollständig geladen bleiben.

Dafür benötigt die Funktion ein erlerntes Schlafmuster sowie bestimmte Zustimmungen und Berechtigungen. Samsung nennt für das Erlernen in der Regel etwa zwei Wochen.

Der Schlafzeitschutz ist besonders interessant, wenn du regelmäßig nachts lädst und morgens trotzdem mit voller Ladung losgehen möchtest. Allerdings funktioniert er nur dann zuverlässig, wenn du einen regelmäßigen Schlafrhythmus hast.

Außerdem war die Funktion bei unserem Gerät mit One UI 6.1 noch nicht verfügbar.

Welcher Modus passt zu deinem Alltag?

Maximum mit 80 Prozent: sinnvoll, wenn du meist in Reichweite einer Steckdose (oder einer Powerbank) bist und somit nie Gefahr läufst, dass dein Akku leer wird.

Maximum mit 85, 90 oder 95 Prozent: geeignet, wenn du ein Limit möchtest, aber tagsüber etwas mehr Reserve brauchst.

Standard: praktisch, wenn du die maximale Kapazität benötigst und deinen Akku zumindest ein bisschen schützen möchtest.

Schlafzeitschutz: die optimale Funktion für alle mit einem zuverlässigen regelmäßigen Schlafrhythmus.

Egal, für welche Option du dich entscheidest: Der Akkuschutz kann dazu beitragen, dein Smartphone länger nutzen zu können. Damit schonst du nicht nur deinen Geldbeutel, weil du den Kauf eines Neugeräts etwas weiter aufschieben kannst. Es ist auch nachhaltiger, ein vorhandenes Gerät möglichst lange zu verwenden, statt vorschnell ein neues zu kaufen.

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