Wer Gmail oder Google Fotos nutzt, muss sofort aktiv werden
Was in euren E-Mails und Fotos steht, könnte bald die Anzeigen bestimmen, die ihr seht.
Google hat seine Datenschutzerklärung angepasst und erlaubt sich damit unter bestimmten Umständen den Zugriff auf Inhalte aus Gmail, Google Fotos und Drive, um personalisierte Werbung auszuspielen.
Google nutzt eventuell mehr, als ihr glaubt
Das bedeutet, dass Informationen aus euren privaten E-Mails aus Gmail oder die Motive auf euren Fotos in Google Fotos die Anzeigen beeinflussen können, die ihr im Google-Netzwerk seht. Die entscheidende Bedingung für diese Datennutzung ist eure Zustimmung – doch die habt ihr vielleicht unwissentlich bereits erteilt.
Der Datenzugriff erfolgt nämlich dann, wenn ihr Dienste wie Gmail oder Fotos mit anderen Google-Anwendungen wie der Suche oder dem KI-Assistenten Gemini verknüpft. Fordert ihr Gemini zum Beispiel auf, eine Reisebuchung aus einer Mail in euren Kalender einzutragen, stellt ihr damit eine Verbindung her, die Google nun auch für Werbezwecke nutzen darf (Quelle: Heise).
So schützt ihr eure privaten Daten
Laut Google erhalten Werbetreibende zwar keinen direkten Zugriff auf eure Mails oder Bilder, das Unternehmen nutzt die Informationen aber, um passende Anzeigen für euch auszuwählen. Wer das nicht möchte, kann die Funktion gezielt abschalten.
Geht dafür einfach wie folgt vor:
Öffnet die Verwaltung eures Google-Kontos.
Navigiert zum Menüpunkt „Daten und Datenschutz“.
Scrollt dort bis zum Abschnitt „Personalisierungseinstellungen“.
Deaktiviert hier die Option „Personalisierte Empfehlungen in Suchdiensten“.
Alternativ: Direkt zur Personalisierung der Google Suche
Es ist wichtig zu wissen, dass diese Einstellung keine bereits von Google erfassten Daten rückwirkend löscht. Sie verhindert aber die zukünftige Nutzung für personalisierte Werbung aus diesen Quellen. Weiterhin schließt Google aus, Anzeigen auf Basis besonders sensibler Daten wie der ethnischen Zugehörigkeit, Religion oder sexuellen Orientierung zu personalisieren.
Die Anpassung zeigt, wie eng die Verknüpfung von künstlicher Intelligenz und persönlichen Daten geworden ist. Während Funktionen wie Gemini durch den Datenzugriff nützlicher werden sollen, verschwimmen gleichzeitig die Grenzen bei der kommerziellen Nutzung dieser Informationen. Ein regelmäßiger Blick in die Datenschutzeinstellungen wird daher immer wichtiger.
Wieso es aus Sicht unseres Redakteurs an der Zeit ist, Google Fotos zu löschen, seht ihr hier: