DAX +1,62 % 25.590,77 Pkt 18:00:00 MDAX +2,07 % 30.495,47 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.164,69 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,31 % 52.377,57 Pkt 21:48:23 S&P 500 +1,30 % 7.722,60 Pkt 21:48:15 Nasdaq +2,01 % 26.477,81 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,30 % 64.090,53 Pkt 06:48:05 Gold -0,67 % 4.047,30 USD 06:53:07 Silber -0,60 % 53,97 USD 06:52:28 Brent -2,27 % 111,29 USD 06:52:07 WTI +1,67 % 101,57 USD 06:52:45 Bitcoin 0,00 % 80.799,32 USD 07:02:57 EUR/USD -0,47 % 1,11220 USD 07:02:44 EUR/GBP -0,08 % 0,83660 GBP 07:03:10 EUR/CHF -0,18 % 0,92310 CHF 07:03:09 EUR/JPY -0,29 % 175,514 JPY 07:03:09

Werden wir durch KI-Nutzung dümmer? Leser diskutieren zu Pisa-Studie, KI und Bildung generell

Wissenschaft

„Die Frage ist doch, inwiefern das menschliche Denken beim Programmieren der KI bereits in den Ur-Kernel der KI-Algorithmen implementiert wurde. Sigmund Freud hätte wohl von einer „menschlichen Prägung“ der KI gesprochen, also vom „Ich“ und „Es“ der KI. Demzufolge wird es auch eine „intellektuelle“ und „evolutionäre“ Entwicklung in der künstlichen Intelligenz geben, in der diese ihre Grenzen und Möglichkeiten mit einer Effizienz „austesten“ wird, die bei den subtil immer auch in gewissem Umfang – für eine KI „irrationale“, da unlogisch und hemmend wirkende – moralische und ethische Prägung nicht in diesem Umfang stattfinden würde. Sobald der Mensch alle Entscheidungen der KI überlässt, wird diese wohl zur Erkenntnis kommen, dass alle Probleme der Menschen durch menschliche Unzulänglichkeiten verursacht werden, und beginnen, die Ursache zu bekämpfen. Und was das bedeutet, wenn die KI weiß, dass alle Menschen „fehlerhaft“ sind, kann man sich wohl denken. Ich erinnere mich da noch sehr gut an einen alten Science-Fiction-Film namens „Colossus“, in dem man einem Supercomputer die Kontrolle über die Atomwaffen übertrug, weil man befürchtete, dass ein Atomkrieg durch eine menschliche Fehlentscheidung ausgelöst werden könnte. Und „Colossus“ versuchte, diese Fehlentscheidung im Rahmen seiner Möglichkeiten im Keim zu ersticken, also die Fehlerquelle zu „eliminieren“. Interessanterweise wird dieser Film schon seit Jahren nirgendwo mehr gezeigt.“ Zum Originalkommentar

„Die Einschätzungen einschließlich der Warnungen des Neurowissenschaftlers M. sind zutreffend. Was hier aber noch eine große Rolle spielt, ist der Machtfaktor von Bildung oder genauer Un-Bildung: dumm gehaltene Menschen sind politisch einfacher zu manipulieren, zu beeinflussen und zu beherrschen, wie wir nicht nur aus der Geschichte wissen. So setzte das Zeitalter der Aufklärung den Anfang für den „Ausgang des Menschen aus seiner (selbstverschuldeten) Unmündigkeit.“ Doch es gibt zu allen Zeiten politische Kräfte, die von dieser Unmündigkeit und dem Unwissen in vielerlei Hinsicht profitieren.“ Zum Originalkommentar

„Das beschriebene Phänomen hat doch schon längst den Kreis der Jugend verlassen und erfasst immer mehr Ältere. Der einzige Unterschied ist, dass sich die Jugend keine Allgemeinbildung mehr aneignet, während die älteren Generationen sich zurückentwickeln und das Gelernte vergessen. Manchmal mag man nur noch schreien bei so viel offen zur Schau gestellter Dummheit. Täglich erlebbar z. B. hier. Wer hat da noch Lust auf Gespräche und Diskussionen?“ Zum Originalkommentar

„Es gibt dazu ein interessantes Buch von Ray Kurzweil, einem der Pioniere der maschinellen Texterkennung. Er sieht eine düstere Zukunft für uns Menschen. Sie besteht aus immer raffinierterer Ablenkung in einer virtuellen Umgebung, bis hin zu einer Schnittstelle, die das Gehirn direkt mit dem Computer verbindet. Das wird auch notwendig sein, weil es für die Mehrheit der Menschen keine Arbeit mehr geben wird. Wenn ich mir bestimmte Formate in den Fernsehprogrammen anschaue, denke ich, er wird wieder mal Recht behalten.“ Zum Originalkommentar

„Eine KI kann hilfreich sein, macht aber aus Marketinggründen immer mehr Fehler, weil sie dem Nutzer schlicht gefallen will. Dass die bloße Nutzung einer KI dem Intellekt nicht gerade zuträglich ist, liegt auf der Hand. Allerdings hat das Problem mit der PISA-Studie in Deutschland wohl eher damit zu tun, dass in den Grundschulen mittlerweile ein Großteil der Kinder keine deutschen Muttersprachler mehr sind. Eine Unterstützung durch das Elternhaus ist daher in vielen Fällen kaum möglich. Hinzu kommt eine spürbare Noteninflation nach dem olympischen Gedanken: Die tatsächlichen Leistungen werden immer schlechter, aber die Noten auf dem Papier immer besser.“ Zum Originalkommentar

„Obendrauf kommt ja noch die gesellschaftliche Verrohung. Das Thema hatte ich gestern noch mit Nachbarn, die es wie mich aufregt, dass anderen Nachbarn buchstäblich alles am Hintern vorbeigeht und sie sich um nichts kümmern. Das Bildungsniveau und der Weg zur Abstumpfung und Verdummung bis zur Gleichgültigkeit von so manchen Menschen schreitet schneller voran, als ich befürchtet habe. Traurig ist das alles und sehr schädlich für die Demokratie, weil Parteien wie die AfD bis Linke so Leute manipulieren und polarisieren. An dem jetzigen Zustand ist auch die Politik nicht ganz unschuldig, weil sie offensichtlich steuerzahlende Dummies wollten, für die Bildung „ja nicht so wichtig ist“. Hauptsache, sie bringen Steuern rein. Interessant, warum das z. B. skandinavische Länder sehr deutlich besser hinbekommen, wo die Regierungen sich deutlich mehr verantwortlich fühlen für ihre Bürger. Sogar die Ex-DDR konnte das mit Abstand besser in Bezug auf das Bildungsniveau!“ Zum Originalkommentar

„Ich habe studiert, bin 41 und nutze täglich 3–4 Stunden KI. Die Produktivität steigt enorm, wenn man kreativ ist und vor allem stark interdisziplinär arbeitet. Die Fehleranfälligkeit ist jedoch brutal. Mehr als jede zweite komplexe Frage wird einseitig oder falsch beantwortet. Hier ist es wichtig, permanent kritisch zu hinterfragen, und wenn man sich gar nicht auskennt, es nur als oberflächliche Option sieht. Für Kinder ist das brandgefährlich; Schule wie auch das Elternhaus sollten die Nutzung stark einschränken. Und analog zu Social Media sollte mehr zum Thema Quellenkompetenz unterrichtet werden.“ Zum Originalkommentar

„Ich sehe das ähnlich. Ich nutze KI täglich, aber täglich lotst sie mich auch in die falsche Richtung. Erst nach 4–5 Nachfragen bin ich bei der “einigermaßen„ richtigen Antwort, die mit der ersten Antwort in der Regel nichts mehr zu tun hat. Dabei versuche ich schon im ersten Ansatz, möglichst viele Informationen in meine Frage zu integrieren. Die Reaktion ist dann trotzdem immer die gleiche: “Du hast recht, das ist so und so.„ Am Ende muss ich mich immer fragen: “Ist das jetzt die Antwort, die stimmt, oder die Antwort, die ich hören wollte? Und was macht die KI bei der nächsten Nachfrage? Wieder eine 180-Grad-Wendung?„ Dann braucht es immer noch ein Nachschlagewerk, einen Taschenrechner oder Allgemeinbildung. Das ist mühsam und hilfreich gleichzeitig. Aber man muss dazu bereit und fähig sein. Der Manipulation sind auf jeden Fall Tür und Tor geöffnet. Am Ende muss man den Bildungsministerien einen Rat geben: Lasst die Schüler mehr Bücher lesen. Sprachverständnis, Allgemeinwissen und Fachwissen sind nur in der richtigen Kombination wertvoll.“ Zum Originalkommentar

„Hallo, im Grunde hat er recht, denn für eigenes Wissen wird immer mehr die Auskunft der KI benutzt. Informationen erhalten, ohne eigene Validierungsmöglichkeit oder Abschätzung, ist bequem, aber nicht immer hilfreich. Dazu braucht es auch keine eigene Leistung mehr. Aber das hat sich schon beim Start von etwa Google gezeigt. Antworten auf Suchanfragen wurden von vielen Menschen automatisch als “richtig„ eingestuft. Aber natürlich kann die KI, richtig gefragt, sehr hilfreich sein.“ Zum Originalkommentar

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