DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,02 % 64.323,00 USD 08:09:33 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Werk? Luftwaffe könnte neue A400M ordern

Wirtschaft

Hoffnung für rund 800 Beschäftigte im Bremer Airbus-Werk: Ein möglicher Bundeswehr-Auftrag könnte die Produktion des Militärtransporters A400M über Jahre sichern. Die Belegschaft, die in Bremen an Entwicklung und Bau des Militärtransporters A400M arbeitet, musste bis vor kurzem damit rechnen, dass der Bau des Flugzeugs mangels Aufträgen bereits 2028 ausläuft. "Aktuell retten wir uns von Maschine zu Maschine", sagt Isabella Albert von der Gewerkschaft IG Metall. Doch jetzt macht sich am Standort vorsichtiger Optimismus breit. Grund für die Zuversicht ist ein Bericht des Handelsblatts: Nach Informationen der Zeitung laufen Gespräche über den Kauf von bis zu 20 weiteren A400M-Militärtransportern für die Bundeswehr. Weder Airbus noch das Bundesverteidigungsministerium wollten das auf Anfrage von buten un binnen bestätigen – dementieren den Plan aber auch nicht. Gewerkschafterin Isabella Albert ist sich sicher: Die Größenordnung von 20 Maschinen, wie sie im Handelsblatt genannt wird, bedeute für die Beschäftigung in Bremen eine Absicherung für über zwei weitere Jahre. Diese Bremer Unternehmen profitieren vom Boom der Rüstungsindustrie Im Land Bremen arbeiten mehr als 10.000 Menschen für die Rüstungsindustrie. Welche Firmen gehören dazu und was wird produziert? Ein Überblick. Der Betriebsratsvorsitzende von Airbus Defence and Space in Bremen, Michael Junker, will dagegen erst feiern, wenn die Unterschriften unter dem Kaufvertrag geleistet sind: "Im Grundsatz sind das erstmal gute Nachrichten, aber wir brauchen erst mal eine Festbestellung." A400M soll neue Ausrüstungsmerkmale bekommen Für die Zukunft des Standorts spielt neben der reinen Stückzahl auch eine Rolle, wofür der A400M künftig eingesetzt werden könnte. Laut Handelsblatt ist im Gespräch, die Maschine zu einem Träger von Drohnen oder Cruise Missiles weiterzuentwickeln – etwa des Marschflugkörpers Taurus. Außerdem wird nach Angaben von Belegschaftsvertretern daran gearbeitet, dass der A400M schwerer vom gegnerischen Radar zu entdecken ist und mehr Traglast transportieren kann. Auch der Einsatz als Löschflugzeug soll künftig einfacher zu bewerkstelligen sein. Genau solche neuen Fähigkeiten könnten dem Programm über den Bundeswehrauftrag hinaus zusätzliche Kunden erschließen, ist sich die Gewerkschaft sicher. "Gerade die neuen Ausrüstungsmerkmale der Maschine dürften unserer Meinung nach zu weiteren Bestellungen führen", sagt Isabella Albert. Interesse aus Europa und Asien Sieben Nationen – Belgien, Kroatien, Frankreich, Polen, Spanien, die Türkei und Großbritannien – haben bereits vereinbart, ihre A400M-Flotten zu bündeln. Auch skandinavische Länder sowie Dänemark, das seine Präsenz in Grönland sichern will, sollen Interesse bekundet haben. Als mögliche Großkunden gelten zudem Saudi-Arabien und Indien. Sollte es tatsächlich zu einer deutschen Bestellung kommen, pochen die Belegschaftsvertreter zudem auf einen höheren Wertschöpfungsanteil für die deutschen Standorte – allen voran für Bremen. Hier soll künftig mehr Kompetenz für Entwicklung und Ausrüstung gebündelt werden. Trotz der Tatsache, dass bisher kein Kaufvertrag unterschrieben ist, herrscht Optimismus am Bremer Standort. Isabella Albert: "Alle Nachrichten, die wir aktuell aus Berlin und aus dem Werk in Bremen hören, stimmen uns sehr positiv."

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