DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,24 % 64.468,74 USD 12:30:52 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Wero: So funktioniert die Alternative zu Paypal, Klarna und Co.

Wirtschaft

Kaum etwas wirkt heute so selbstverständlich wie das Bezahlen im Internet: Ein paar Klicks, kurz die Zahlung bestätigen und der Einkauf ist getätigt. Dass dies so wenig Umstände bereitet, liegt auch an der Verbreitung von Bezahldiensten wie Paypal, Apple Pay und Klarna. Seit einigen Monaten schickt sich mit Wero ein weiterer Anbieter an, das Bezahlen gerade in Europa einfacher, sicherer und unabhängiger von US-amerikanischen Diensten zu machen. Die European Payments Initiative (EPI), an der europäische Banken und Finanzdienstleister beteiligt sind, brachte Wero im Juli 2024 auf den Markt. Mit dem Dienst ist die unkomplizierte Überweisung von Geldbeträgen in Echtzeit über das Smartphone möglich. Dazu ist keine IBAN des Empfängers nötig, sondern lediglich dessen Handynummer oder E-Mail-Adresse. Sofern die eigene Bank den Dienst unterstützt und Wero auf dem Smartphone aktiviert ist, verbindet sich der Dienst mit dem Girokonto. Für die schnelle Zahlungsabwicklung können Nutzer entweder die Wero-App installieren oder aber den Dienst in der Banking-App selbst nutzen. In vielen Fällen haben die Banken den Zahlungsdienst integriert. Wie Wero auf der eigenen Webseite mitteilt, bieten einige Banken in Deutschland den Zahlungsdienst an. Darunter Sparkassen und Volksbanken, die Postbank, die Deutsche Bank, ING und die Sparda-Banken. Obwohl sie eines der Gründungsmitglieder der EPI war, zögerte die Commerzbank als Deutschlands zweitgrößte Privatbank zunächst mit dem Einstieg in Wero. Kunden der Commerzbank haben inzwischen aber Gewissheit: „Die Commerzbank wird ihren Kunden Wero zur Verfügung stellen. Gespräche zur Zusammenarbeit mit Wero und der schrittweisen Einführung sind gestartet“, teilte eine Sprecherin der Bank auf Anfrage mit. Gleiches gelte auch für die Commerzbank-Marke Comdirect. Auch die Targobank teilte mit, dass sie als Teil der Crédit-Mutuel-Gruppe seit 2026 Mitglied der EPI sei und an der Einführung von Wero arbeite. Wann Targobank-Kunden den Dienst nutzen können, konnte die Bank noch nicht sagen. Darüber hinaus werde Wero auch in Frankreich und Belgien angeboten, wie Wero auf der eigenen Webseite schreibt. In weiteren europäischen Ländern möchte Wero das Angebot zukünftig ebenfalls anbieten. Seit Ende 2025 können Nutzer die Zahlfunktion auch bei Händlern nutzen. Im Online-Shop des Rheinturms Düsseldorf oder des UFA-Palasts in Düsseldorf ist dies bereits seit einigen Monaten möglich. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (VZ NRW) begrüßt die Einführung von Wero grundsätzlich: „Wero hat das Potenzial, auf dem Markt eine relevante Rolle zu spielen. Allerdings müssten möglichst viele Banken und Händler mitmachen. Auch das wachsende Bewusstsein für eine europäische Alternative zum US-amerikanischen Dienstleister könnte ein Vorteil sein.“ Gleichzeitig teilt die VZ NRW mit: „Bisher sind jedoch noch zu wenige Online-Shops angeschlossen; es sollen mehr folgen.“ Im Handel würde die Beteiligung nach Einschätzung der Verbraucherzentrale vor allem über den Preis gehen, der an der Ladenkasse oder in den Online-Shops vom Händler verlangt wird. Künftig soll es den Wero-Initiatoren zufolge zudem auch möglich sein, Abo- und Ratenzahlungen sowie „Buy now, pay later“-Funktionen über Wero zu nutzen, mit der Kunden Waren jetzt kaufen können, aber erst später bezahlen müssen. Andere Bezahldienste bieten diese Funktion bereits an. Verbraucherschützer warnten in der Vergangenheit davor, dass die Funktion zur Schuldenfalle werden kann, wenn sie zu leichtfertig genutzt wird. Zudem könnten für die spätere Zahlung oftmals Gebühren oder Zinsen anfallen. Ähnlich wie bei Paypal bestehe beim Kauf mit Wero bei Online-Käufen ein gewisser Käuferschutz, so die Verbraucherzentrale. Etwa, wenn man im Online-Handel auf einen Fakeshop hereingefallen ist und am Ende keine Ware geliefert wurde. Der Kunde erhalte dann sein Geld zurück. „Beim Thema Datenschutz scheint man die Relevanz erkannt zu haben.“ Wero unterliegt den Richtlinien der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung. Aber nicht alles ist frei von Kritik. Etwaiger Zugriff auf Kontakte auf dem Smartphone wird kritisch gesehen. „Wer will, kann es aber durch manuelle Eingabe der Empfängerdaten auch anders lösen“, empfiehlt die VZ NRW.

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