Wetter-App von Windows 11 verbraucht extrem viel Arbeitsspeicher
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Mal eben schnell aufs Wetter schauen? Das kann für Windows-11-Nutzer überraschend problematisch werden. Ausgerechnet die vorinstallierte Wetter-App genehmigt sich aktuell im Betrieb teilweise gigantische Mengen an Arbeitsspeicher. Während RAM derzeit so teuer ist wie seit Jahren nicht mehr, verschlingt die Anwendung in manchen Fällen mehr als ein Gigabyte Speicher. Für ältere PCs kann das schnell kritisch werden. Eigentlich klingt die Aufgabe simpel: Temperatur anzeigen, Regenwahrscheinlichkeit berechnen, ein paar Wettersymbole darstellen. Doch die Windows-11 -Wetter-App genehmigt sich dafür überraschend viele Ressourcen, wie „ Windows Latest “ berichtet. Tests zeigen, dass die Anwendung während der Nutzung zeitweise mehr als 1,2 Gigabyte Arbeitsspeicher belegen kann. In Spitzen wurden sogar rund 1,6 Gigabyte RAM gemessen. Zwar sinkt der Verbrauch später wieder, dennoch bleiben teilweise mehrere Hundert Megabyte belegt. Für Nutzer moderner High-End-PCs mag das kaum auffallen. Wer aber mit begrenztem Arbeitsspeicher arbeitet, verliert dadurch einen erheblichen Teil seiner verfügbaren Reserven. Der Speicherfresser steckt im Unterbau Verantwortlich für den hohen Speicherbedarf ist offenbar die technische Basis der Anwendung. Statt als klassische Windows -App läuft die Wetter-Anzeige auf Grundlage von Microsofts WebView2-Technologie. Damit können Web-Inhalte direkt in Programme eingebunden werden. Im Hintergrund arbeiten dabei mehrere Prozesse auf Basis der Chromium-Engine, die auch Browser wie Google Chrome antreibt. Für Microsoft ist das praktisch: Inhalte lassen sich so leichter entwickeln und aktualisieren. Der Preis dafür ist jedoch ein deutlich höherer Ressourcenverbrauch. Für eine Anwendung, die hauptsächlich Wetterdaten anzeigt, wirkt ein Speicherbedarf von deutlich über einem Gigabyte deshalb überdimensioniert. Ältere Rechner leiden besonders Besonders spürbar wird das Problem auf Geräten mit 8 GB RAM, die noch immer weit verbreitet sind. Wenn bereits die Wetter-App einen großen Teil des Speichers beansprucht, bleibt für andere Programme entsprechend weniger Platz. Wird der Arbeitsspeicher knapp, lagert Windows Daten auf die SSD aus. Das kann Anwendungen deutlich verlangsamen und macht sich vor allem bemerkbar, wenn mehrere Programme gleichzeitig geöffnet sind. Wer möglichst viel RAM freihalten möchte, sollte die Wetter-App nach der Nutzung einfach wieder komplett schließen. Denn für viele Nutzer reicht am Ende auch ein schneller Blick in den Browser, statt permanent eine zusätzliche App im Hintergrund mitlaufen zu lassen.